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Teufel

„Unsterblichkeit“ des Mörders – Vegetieren im astralen Sumpf

In den Medien werden jetzt immer wieder Webseiten zitiert, auf denen sich der durchschnittlich sozialisierte Mitteleuropäer kaum verirren würde. Ganz unerwartet finden sich dort Formulierungen, die man sonst nur aus esoterischen Zirkeln gewohnt ist. Die Rede ist von rechtsradikalen Internetauftritten in denen Gefolgsleute etwa aufgefordert werden, „werde unsterblich“.

Michelangelo: Die Verdammten werden in die Hölle gestürzt (Ausschnitt: „Das Jüngste Gericht“), 1536-41. Abb. Hans Bug

Gemeint ist damit sich Kamikaze-Aktionen hinzugeben, in denen Migran­ten, Demokraten und andere „Volksfeinde“ zu Schaden kommen können und im Zweifel auch die Verführten selbst. Die ohne jede Evidenz in Aus­sicht gestellte Unsterblichkeit ähnelt der Rekrutierungspraxis islamistisch motivierter Rädelsführer. Doch sowohl dort als auch hier ist diese Art „Unsterblichkeit“ eines potentiellen Mörders in Wirklichkeit ein gezwungenermaßen Vegetieren im astralen Sumpf. Es ist die Verdammnis, das Ende, kurz die wahre Hölle. (weiterlesen …)

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„Internet ist Teufels- und Dreckszeug!“

Manche Menschen, die als gebildet gelten und sich ethisch-moralisch wertkonservativ geben äußern gern ihren Ekel über die „schlimmen Sachen“ im Internet. Weil sie meinen, es mit ihren Kindern gut zu meinen, ist die Dämonisierung der elektronischen Medien auch ein Aktivposten der Erziehung. Kinder und Jugendliche dürfen ent­weder gar nicht oder nur unter strengen Auflagen und zumeist technisch sehr eingeschränkt ins Web. „Internet ist Teufels- und Dreckszeug!“ ist dabei die dämagogische Parole.

Mit Knoblauch gegen den digitalen Belzebub? (*)

Wenn es sicher helfen würde, sie würden vor jedem Computermonitor oder gar den DSL-Anschluss eine Knoblauchknolle legen. Knoblauch soll ja, laut mittelalterlichem Aberglauben, den Teufel fern halten. Der Teufel ist aber bekanntlich eine Erfindung machtpolitisch ambitionierter Kirchenväter. Und seine Kinder in das Korsett eigener Klischees und Komplexe zu zwingen ist – ja, vor allem bequem und eine Form der Verletzung der Fürsorgepflicht! (weiterlesen …)

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Buchmesse Frankfurt 2010: Leeres Spiel und Selbstinszenierung

Beobachtungen auf der Buchmesse Frankfurt

Babystrich auf der Buchmesse? Am helllichten Tag? Die Roll­trep­pe fährt einer am Geländer stehenden Gruppe weiblicher Teenager entgegen. Ein dickliches Mädchen fällt auf. Sie ist um die 15 Jahre alt, steht mit dem Rücken zur aufwärts schwebenden Menge und trägt knapp sitzende bunte Shorts aus dünnem Stoff. Nein, das sieht nur so aus.

Cosplay: Im Samurai-Kostüm kostenlos zur Buchmesse. (*)

Die verkleideten Teenager sind „Cosplayer1“, die sich traditionell mit einem Anime-Gewand den kostenlosen Zugang zur Buchmesse verdie­nen. Offenbar findet es das Mädchen – und deren Eltern – angemessen, dabei den mehr erotischen Aspekt des Cosplay zu spielen. Obwohl der Aufzug nichts Erotisches hat. Leeres Spiel und Selbstinszenierung – die scheinbar vorherrschenden Merkmale der Buchmesse 2010 in Frankfurt am Main. (weiterlesen …)

  1. Cosplay: costume play („Kostümspiel“)

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Europäische Währungsunion: Entführung auf dem Stier oder Tanz um das goldene Kalb

Griechische Zwei-Euro-Münze.
Abbildung: gemeinfrei

Alle alten Schriften weisen immer und immer wieder auf die EINHEIT allen Seins hin. Die Vorstellung einer separaten Existenz würde dem Schöpfungsplan zuwiderlaufen und sei ein illusorisches Konzept. Für einen religiösen Menschen sei es daher oberste Pflicht, den Gedanken universeller Einheit und Verbundenheit in seinem Leben praktisch umzusetzen.

Fast prophetisch trägt die Zwei-Euro-Münze Griechenlands die Entführung der Europa als Wappen. Im Mythos war leidenschaftliche Liebe des obersten Griechengottes treibende Kraft. Der als Stier verwandelte Zeus entführte die schöne Europa nach Kreta, um eine illegitime Groß­familie zu gründen. Illegitim ging es auch zu, als Griechenland die Europäer in den Traum entführte, würdiger Euro-Partner zu sein. Nicht ein kräftiger Stier, das verschlagene goldene Kalb scheint dieses Mal beteiligt. Ist der Versuch EINHEIT FÜR BARE MÜNZE schon am Ende? (weiterlesen …)

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