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Taoismus

Entwicklung der Menschheit – eine spätchristliche Utopie

Allgemein nehmen wir an, die Menschheit würde sich entwickeln. Und fahren wir nicht tatsächlich heute Autos, die sicherheitstechnisch und aus ökologischer Sicht unendlich von den Vehikeln entfernt sind, die – sagen wir mal – in den 1920-er Jahren gebaut wurden? Das entspricht den Tatsachen – und doch täuscht der Eindruck. Während die massenhafte Technisierung gleichzeitig technikfeindliche Bedingungen auf der Erde schafft – Abgase und Emissionen lassen das Klima erwärmen, Profitgier führt zum Veröden ganzer Landschaften, irgendwann geht der Technik schlicht der Saft aus – bleibt der Mensch, seinem Wesen nach wie er immer schon war.

Verfallene Industrieanlagen © Kô-Sen 2009Zeugnis von Werden und Vergehen: Vor sich hin rostende Industrieanlage. (*)

Eine Entwicklung der Menschheit gibt es nicht. Wird eine Errungenschaft als Entwicklung gefeiert wird, ist es nur eine Frage der Zeit, dass sie – sisyphosgleich – durch plötzlich entdeckte Risiken und Nebenwirkungen relativiert wenn nicht gar in Frage gestellt wird. Das war so und wird naturgesetzlich so bleiben. Wer anderes behauptet, fällt einer spät-christlichen Utopie zum Opfer. Das meint zumindest der englische Philosoph John Gray. (weiterlesen …)

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Apt quotations from THE SECRET OF THE GOLDEN FLOWER

The Golden Flower © Kô-Sen 2009First establish a firm foothold…
© Kô-Sen 2009

First establish a firm foothold in daily activities within society. Only then can you cultivate reality and understand essence.
(I • The Celestial Mind – 7)

The golden flower is light. What color is light? It is symbolized by the golden flower … This is the absolutely unified real energy of celestial immortals…
(ibid – 10)

… You should … practice diligently; it would be too bad if you wasted time. If you do not practice for a day, then you are a ghost for a day; if you do practice for a single breath, then you are a realized immortal for a breath. Work on this.
(XIII • Song to Inspire the World – 22) (weiterlesen …)

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Helgoland – Ort ursprünglicher Spiritualität

Helgoland ist ohne spektakulären Kult. Und doch ist es ein Ort ursprünglicher Spiritualität. Man ist moderat christlich. Die Zeit des Widerstandes gegen fanatische Missionare liegt gut 1300 Jahre zurück. Die betriebsame Welt des Scheins zerstiebt hier bis heute zu Nichts, wie seit Jahrmillionen die Wellenbrecher an den unverwüstlichen Sandsteinfelsen zu Gischt werden.

Meditation auf Helgoland © Kô-SenHelgoland, Nordstrand – Meditation bei Sonnenuntergang. (*)

Kein Auto, nur wenige wie Nähmaschinen leise surrende Elektrokarren. Keine Bikes, mit denen man sein Ego spazieren fahren und Wanderer ärgern kann. Man geht zu Fuß. Hat man das Glück, einen geborenen Helgoländer alten Schlags zu treffen, begegnet man REINEM Brauchtum und doch ohne jede reaktionäre Volkstümelei, keine Feindseligkeit gegen anderes Sein. Umweht von stets frischer gesunder Luft ruht er IN SICH, ist auf natürliche Weise und wie selbstverständlich mit seinem Selbst EINS. Ein solcher Helgoländer IST. Er muss nicht anderswo hin – deshalb. Selbst im Urlaub nicht. (weiterlesen …)

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Bedeutung religiöser Metaphern

Wenn ein hysterischer Mob im Namen seiner Nation und seiner Religion zum Knüppel greift und Menschen anderer Herkunft und anderer Religion im „religiösen Zorn“ ermordet, scheint der Tiefpunkt menschlicher Niedertracht und Dummheit erreicht. Fast immer stecken hinter den aufgewiegelten Massen demagogische Priester, die den ungebildeten Massen das Gift wörtlich gedeuteter religiöser Metaphern ins Ohr geträufelt haben.

Das Schwein - religiöses Symbol für den Sinnenmenschen © Bild: Kô-SenPiggy – in der REISE IN DEN WESTEN symbolisiert er den liebenswürdigen Vielfraß. (*)

Taoismus und Buddhismus erweisen sich dem gegenüber als wahre humanistische philosophische Systeme. Metaphern bleiben Metaphern. Kein taoistischer oder buddhistischer Priester käme auf die absurde Idee, seine Zuhörer etwa aufzuhetzen, Andersgläubige in die Hölle zu schicken, weder wörtlich noch sprichwörtlich. Denn die Hölle ist im sprichwörtlichen Sinne weniger ein Ort im Jenseits, sondern vielmehr ein Zustand im Diesseits. (weiterlesen …)

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