Mrz 07 2010

Warum der Gärtner sich als Bock erweist?

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Den Bock zum Gärtner machen – das geflügelte Sprichwort ließe sich gegenwärtig auf das Kirchenchristentum – bislang vor allem katholischer Prägung – anwenden. Dutzende priesterliche Hände, die angeblich beim Ritual den Teufel fernhalten sollen erweisen sich als teuflisch gelenkt oder besser ungelenkt. Denn nicht der Teufel sorgt für Missbrauch im Kloster-Internat.

Der Mensch als Mann des Dogmas?

Eigentliche Ursache ist ein zum pseudo-wissenschaftlichen Dogma erhobenes unnatürliches Weltbild, in dem Sexualität dämonisch verklärt und Askese als gewaltsame Selbsterniedrigung verstanden wird. Triebe werden also per Dekret mit Gewalt gedeckelt. Die Natur unnatürlich zu beugen muss dann auf natürliche Weise Unnatürliches hervorbringen. Weiterlesen »

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Jan 29 2010

STERN-Extra zu den Weltreligionen: Dokumentation mit Rechenschwäche

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Der STERN galt – neben dem SPIEGEL – lange Zeit als Prototyp für großartigen investigativen Journalismus. Im Zuge der „Boulevardisierung“ der Medien ist viel von dem einstigen Glanz der klassischen Printformate verloren gegangen.

Die Höhe von Turmbauten – religiöses Machtsymbol. (*)

Mit dem Extra DIE SECHS WELTRELIGIONEN versucht der STREN, an die altehrwürdige journalistische Tradition anzuknüpfen. Bis auf eine offensichtliche Rechenschwäche ist die Dokumentation weitgehend geglückt. Weiterlesen »

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Dez 29 2009

Holocaust und Karmagesetz

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Karmabetrachtungen zum Holocaust vom Kopf auf die Füße stellen

Immer wieder spült es Esoteriker an die brodelnde Oberfläche öffentlicher Aufmerksamkeit die behaupten, der Holocaust wäre aus Sicht des Karmagesetzes die „karmische Strafe“ der Juden für in früheren Leben begangene Untaten. Wer so argumentiert zieht selbst heftiges Karma auf sich herab. Nicht nur entwürdigt er das Ansehen der von den Nazis ermordeten Menschen. Derjenige hat auch die Bedeutung des Karmagesetzes nicht verstanden.

Grabstein jüdischer Friedhof Neustadt © Kô-Sen 2009Jüdischer Friedhof, Neustadt (Hessen). (*)

Karma stammt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich übersetzt Handlung. In der Philosophie der Hindus steht Karma für das Naturgesetz von Ursache und Wirkung. Auf der materiellen Ebene betrachten Wissenschaft und Technik das Prinzip „Ursache und Wirkung“ ebenfalls als Naturgesetz. Die Hindu-Philosophie fasst das Prinzip aber weiter, wendet es auch auf die subtilen Naturreiche an, etwa die Astralwelt. Weiterlesen »

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Dez 26 2009

Grundlage unserer Kultur: Ein grundlegender Irrtum

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Was ist Grundlage unserer Kultur? Die Nachrichten bringen, dass in Tschechien die Bibel zum Renner in den Buchhandlungen links_yellow.gif avanciert. Bibel-Käufer an der Kasse nach den Gründen befragt, geben an, dass das Fundament unserer Kultur letztlich das Christentum sei. Letztlich?

Grundlage einer Kirche © Kô-Sen 2009Gerade Kirchen mit Austrahlung stehen oft auf dem Fundament vorchristlicher heiliger Stätten. (*)

Der Prager Weihbischof Vaclav Maly frohlockt und hofft für seine Kirche auf Zulauf und damit Mehreinnahmen. Dabei hofft er offenbar vor allem auf die Unkenntnis seiner Landsleute zu historischen Tatsachen. Das Christentum ist ohne Frage Teil unserer Kultur. Doch wer die neuzeitliche Religion für die Grundlage europäischer Kultur hält, begeht einen Irrtum – bewusst oder unbewusst. Weiterlesen »

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Dez 02 2009

ZDF-Thriller-Serie gibt sich ungewohnt weise: „Ich sch… auf Gott“

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Verbal auf Gott zu sch… ist im öffentlichen TV eher unüblich. Vor einiger Zeit aber geschah es dennoch, in einer Folge der dänischen Thriller-Serie PROTECTORS im ZDF. Die Serie dreht sich um eine Gruppe Personenschützer, einer Art Geheimdienst-Sondertruppe der Polizei Kopenhagen. Ihr gehören auch eine Muslimin und ein Jude an, beide gebürtige Dänen mit Migrationshintergrund.

Dombau Modell © Kô-Sen 2009Heute Minarette verbieten, morgen Kirchen schleifen? (*)

Als durch Zufall die Vorbereitungen zu einem islamistischen Selbstmordattentat bekannt werden und der Anschlag auf einen Bus in letzter Minute verhindert wird, kann Personenschützer Jonas Goldschmidt (André Babikian) nicht mehr an sich halten:

Ich scheiße auf Gott! Die Christen haben Menschen in seinem Namen verbrannt. Die Moslems morden Unschuldige in seinem Namen und die Juden, meine Leute, wedeln mit der Tora, wenn sie in Gottes Namen auf palästinensische Zivilisten schießen.

Selbst Krimis reflektieren schon religiösen Dogmatismus. Weiterlesen »

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Nov 07 2009

Die Welt eine Projektion des fühlenden Denkens (Mind)?

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Lao-tzu soll einst geträumt haben, er wäre ein Schmetterling. Nach dem Aufwachen fragte er sich besorgt, was Traum was Wirklichkeit sei. Hat er, Lao-tzu, geträumt, er sei ein Schmetterling oder träumt gerade der Schmetterling er wäre Lao-tzu?

Sterbender Schmetterling © Kô-Sen 2009Schmetterling der träumt? (*)

Inzwischen kommt die Neuropsychologie zu ähnlichen „unscharfen“ Schlüssen. Was taoistische und buddhistische Schriften bereits vor Jahrhunderten vermittelten ist inzwischen von wissenschaftlicher Evidenz: Die Welt ist das Produkt unseres Denkens (Mind). Weiterlesen »

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Jul 18 2009

Islamkritik: Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen

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Hasst der Westen den Islam?“ lautet die klagende Headline in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung links_yellow.gif, in dem sich der ägyptische Schriftsteller Alaa Al-Aswani gegen die zunehmende Islam-
feindlichkeit im Westen wendet. Man würde, so der Autor, den Islam völlig falsch auslegen. Als Alternative bietet er eine mehr allegorische Deutung des Koran an, vor allem bei den Passagen mit Gewaltexzessen. In einem Leserbrief links_yellow.gif hat der Islamwissenschaftler Lutz Richter-Bernburg auf unwiderlegbare Weise auf den methodologisch falschen Ansatz einer solchen Islamauslegung hingewiesen. Al-Aswani würde exakt denselben Fehler machen, wie jene Leute, die meinen, im Koran Rechtfertigung für Mordlust und Aggression zu finden: einen überlieferten Text unkritisch wörtlich nehmen.

Konzertkirche Neubrandenburg © Kô-Sen 2009Kirche ohne Schriftgelehrte: Vom Dombau zur Konzertkirche – in Neubrandenburg wurde dadurch ein wahrhaft überkonfessioneller Andachtsraum geschaffen. (*)

Al-Aswani würde, so Richter-Bernburg, ebenfalls den Koran wörtlich nehmen, nur eben anders auslegen. Damit ließe sich aber die aus dem Koran ableitbare Kriminalisierung der Apostasie nicht auflösen. Eine kritische Analyse des heiligen Textes und eine Abkehr von wörtlicher Auslegung wären stattdessen unumgänglich. Ohne jeden Zweifel hat der Professor Recht in der Sache. Doch wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Weiterlesen »

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