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Inquisition

Nikolaus von Kues im TV: Es ist etwas Großes, sich fest zu gründen in der Verbindung der Gegensätze

Was wie ein Zen-Kōan klingt, ist eine Maxime des Philosophen, Kirchenpolitikers und Theologen Nikolaus von Kues (1401 – 1464). Das ZDF hat dem Kardinal Cusanus, so dessen Kirchenname, eine Dokumentation gewidmet, die von Martina Schönfeld und Klaus Medrow stilsicher in Töne und Bilder umgesetzt wurde.

xl_augengottes.jpgWohin ich auch gehe, DEINE Augen sind stets über mir. Grafik: ZDF.de-ZDFdokukanal

Cusanus zählt zu den wenigen Kirchenmännern der Geschichte, die Religion vor allem als Ideal betrachteten und es als solches umzusetzen suchten. Konkret bedeutete das eine keusche Lebensführung, strikte Einhaltung der Gebote, häufiges Fasten und ein Streben nach Erkenntnis. Doch im späten Mittelalter war die Kirche längst zu einem machtpolitischen Apparat geworden – IN und VON der Welt. Idealisten wie Cusanus wurden verspottet, angefeindet oder gar verfolgt. (weiterlesen …)

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Auf den Spuren des ROTEN LÖWEN – Kosmische Impfung in Marburg

Die nur zehnjährige Inkarnation des Hans Burgner in Marburg (geb. 2. Dezember 1560) als Heinz Knotek bildet im Einweihungsroman DER ROTE LÖWE von Maria Szepes einen ersten Wendepunkt. Im Kapitel DIE KOSMISCHE IMPFUNG erhält der im Fieberwahn gefangene Seelenfunken des kleinen und ewig kränkelnden Heinz eine neue Richtung und einen neuen Spin.

Kosmische Impfung in MarburgIn den Lahnauen auf der linken Flussseite beginnt das kurze Drama des Heinz Knotek, das mit der KOSMISCHEN Impfung seinen Höhepunkt und Abschluss findet. Bild: Ko-Sen

Hatte er noch im zurück liegenden Leben als HANS gemordet, um an das begehrte Unsterblichkeitsmittel heranzukommen, erfährt er jetzt, dass Erlösung vom Sklavendasein ewigen Bewusstseins in der Todesnatur und Wiedergutmachung des Mordes am Meister nur möglich sind, wenn er nach dem SINN sucht und die Transmutation des eigenen Wesens auf allen drei Daseinsebenen GLEICHZEITIG durchführt. Pikanterweise ist Hans’ Impulsgeber der Freund des einst Ermordeten, der mit neuer Identität vor der Inquisition nach Marburg geflüchtet war. (weiterlesen …)

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Auf den Spuren von Bodhisattvas: Meister Eckehart

Predigerkirche ErfurtTor zur Predigerkirche
(Bild: Trinosophie-Blog)

Im Vorwort des Bildbandes „Meister Eckhart und sein Kloster“ über die Predigerkirche in Erfurt heißt es:

Auch im fernen Osten entdeckt man „Seelenverwandtschaft,“ obwohl Eckhart kaum mit buddhistischen Gedanken in Berührung gekommen sein kann… (*).

Der Verfasser, ein evangelischer Pfarrer, darf sich hier von Amts wegen bestenfalls wundern. Lässt man hingegen die These gelten, dass es hoch entwickelte Seelen gibt, die Unsterblichkeit erlangt haben, sich also über den Zwang zur Inkarnation erhoben haben. Und dass es aus dieser „Gruppe“ welche gibt, die freiwillig zu denen zurückkehren, die noch ans Rad gefesselt sind. Um durch ihre Präsenz direkt oder indirekt den „Gefesselten“ bei ihrer Erlösung vom Zwang der Wiedergeburt beizustehen, dann war Meister Eckhart nicht nur in Kontakt mit buddhistischen Gedanken. Er war ein Gesandter Buddhas. Ein Bodhisattva. (weiterlesen …)

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Paulinzella – verwunschen zeitlose Klosterruine

Vier Stunden braucht es bis Rudolstadt und eine bis Königsee, informiert eine Wegbeschreibung von 1840, „um die erhabenen Trümmer der kunstvollen und majestätischen Klosterkirche von Paulinzelle, mitten in grünen Wiesen, von Haseln und Erlen umbuscht, von Tannenwaldungen umragt …,“ zu erblicken.

Paulinzella – verwunschen zeitlose KlosterruineKlosterruine Paulinzella (Bild: Trinosophie-Blog)

Mit dem Auto dauert es heute nur noch etwa ein Fünftel der Zeit. Doch einmal angekommen, meint man, die Zeitlosigkeit betreten zu haben. (weiterlesen …)

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