Den Bock zum Gärtner machen – das geflügelte Sprichwort ließe sich gegenwärtig auf das Kirchenchristentum – bislang vor allem katholischer Prägung – anwenden. Dutzende priesterliche Hände, die angeblich beim Ritual den Teufel fernhalten sollen erweisen sich als teuflisch gelenkt oder besser ungelenkt. Denn nicht der Teufel sorgt für Missbrauch im Kloster-Internat.
Der Mensch als Mann des Dogmas?
Eigentliche Ursache ist ein zum pseudo-wissenschaftlichen Dogma erhobenes unnatürliches Weltbild, in dem Sexualität dämonisch verklärt und Askese als gewaltsame Selbsterniedrigung verstanden wird. Triebe werden also per Dekret mit Gewalt gedeckelt. Die Natur unnatürlich zu beugen muss dann auf natürliche Weise Unnatürliches hervorbringen. (weiterlesen …)
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Selbst eine glückliche Inkarnation ist für die Seele einer Gefangenschaft in einer finsteren Höhle gleich. (Bild: Kô-Sen)
Der Großinquisitor und der Papst. Gemälde von Jean-Paul Laurens, 1882. Foto: gemeinfrei
Echte Alchemisten – sind heute solide Mittelständler. (*)