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Inkarnation

Wünschen, Hoffen, Warten – effektive astrale Bindemittel

Zum Jahresbeginn: Keine Wünsche, nicht hoffen, nicht warten

Man solle weder sich etwas wünschen oder auf etwas hoffen noch solle man warten, worauf auch immer. Diese praktischen „Faustregeln“ finden sich unter anderen in den Weisheits­lehrern aller Hochkulturen. Für den modernen Mensch, der ständig darauf aus ist sich zu verwirklichen, zu behaupten, zu beweisen und dieses reflexartige Tun als Ausdruck seines „Selbstbewusstseins“ interpretiert, sind solche Regeln jedoch grausam, dunkel, ja geradezu menschenverachtend und damit unzeitgemäß.

Man muss auch mal warten… Hauptsache dabei nichts erwarten. (*)

Dabei ist das ich-zentrierte Streben nach Selbstverwirklichung im allgemeinen Daseinskampf letztlich die Ursache aller menschenverach­tenden und grausamen Zustände auf der Welt. Und auch dafür, dass wir keinen inneren Frieden finden und hoffnungslos ans Rad von Karma und Reinkarnation gekettet sind. Wünschen, Hoffen, Warten sind dazu effektive astrale Bindemittel. (weiterlesen …)

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„Unsterblichkeit“ des Mörders – Vegetieren im astralen Sumpf

In den Medien werden jetzt immer wieder Webseiten zitiert, auf denen sich der durchschnittlich sozialisierte Mitteleuropäer kaum verirren würde. Ganz unerwartet finden sich dort Formulierungen, die man sonst nur aus esoterischen Zirkeln gewohnt ist. Die Rede ist von rechtsradikalen Internetauftritten in denen Gefolgsleute etwa aufgefordert werden, „werde unsterblich“.

Michelangelo: Die Verdammten werden in die Hölle gestürzt (Ausschnitt: „Das Jüngste Gericht“), 1536-41. Abb. Hans Bug

Gemeint ist damit sich Kamikaze-Aktionen hinzugeben, in denen Migran­ten, Demokraten und andere „Volksfeinde“ zu Schaden kommen können und im Zweifel auch die Verführten selbst. Die ohne jede Evidenz in Aus­sicht gestellte Unsterblichkeit ähnelt der Rekrutierungspraxis islamistisch motivierter Rädelsführer. Doch sowohl dort als auch hier ist diese Art „Unsterblichkeit“ eines potentiellen Mörders in Wirklichkeit ein gezwungenermaßen Vegetieren im astralen Sumpf. Es ist die Verdammnis, das Ende, kurz die wahre Hölle. (weiterlesen …)

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Mit „Guru-Banking“ zum Erfolg

Anshu Jain, designierter Chef der Deutschen Bank, ist ein jñânî

London/Frankfurt – Im ersten Absatz des Leitartikels im Wirt­schaftsteil einer überregionalen Tageszeitung1 die komprimierte Erklärung eines Yoga-Weges zu finden ist außergewöhnlich. Doch vermutlich wird es jetzt öfters Berichte über jñâna-Yoga geben. Denn am 27. Juli 2011 wurde Anshuman („Anshu“) Jain zu einem der beiden Chefs der Deutschen Bank gewählt2. Jain ist bekennender jñânî, ein nach Weisheit Strebender. Der Weg des jñânî ist der Weg vollkommener Selbstübergabe und kennt nur ein Ziel – Einswerden mit dem EINEN, wobei unter „Einem“ nicht etwa ein anthropomorpher Gott, sondern ein alles durchdringendes göttliches Prinzip verstanden wird.

Filiale der Deutschen Bank (*)

Die Geisteshaltung eines jñânî ähnelt damit sehr der von Buddhisten. Kein Wunder, mit seiner reformatorischen Lehre von den Vier Edlen Wahrheiten traf Buddha Shakyamuni um 600 v. u. Z. in Indien auf eine multireligiöse Hochkultur. Schon damals galt der Jainismus als eine Art asketische „Elite-Religion“. Lautet also das neue Motto der Deutschen Bank: Mit „Guru-Banking“ trotz Finanzkrise zum Erfolg? (weiterlesen …)

  1. „Der Guru mit dem Rucksack“, Süddeutsche Zeitung vom 26. Juli 2011
  2. Der Aufsichtsrat hat Anshu Jain zusammen mit Jürgen Fitschen zum Mai 2012 zum Vorstandsvorsitzenden gewählt.

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Anschlag von Oslo – eine Ausgeburt autistoider Ich-Bezogenheit

Keiner kann Anders Behring Breivik begreifen. Der Attentäter von Oslo hat am 22. Juli ein Blutbad angerichtet und damit dem kollektiven Urvertrauen der bürgerlich demokratischen Gesellschaft eine tiefe Wunde beigefügt. Es wird über Motive gerätselt. Die Diagnose auf dem ersten Blick lautet: krankhaft übersteigerter Fremdenhass – eine fatale Fehldiagnose. Denn Breiviks Fremdenhass ist nicht Ursache, son­dern nur Symptom der ansonsten gesellschaftlich durchaus gewürdigten Lebenshaltung einer ausgeprägten – autistoiden – Ich-Bezogenheit.

Innenstadt von Oslo, kurz nach der Bombenexplosion.
Foto: Johannes Grødem from Oslo, Norway

Als erfolgreich gilt in unserer Gesellschaft, wer sein Ich besonders sicht­bar darzustellen vermag. Autoindustrie, Modebranche und Kosmetik­hersteller richten ihre Produktion, Werbung und den Verkauf wesentlich auf das Bedienen dieses allgemein anerkannten Strebens aus. Schon unseren Kindern impfen wir ein, sich stets und ständig selbstbewusst zu geben. Cool ist was öffentlich auffällt, und sei es durch dümmliche und erniedrigende Aktionen. Das öffentliche und private TV erzielt mit ent­sprechenden Sendungen seine höchsten Einschaltquoten. (weiterlesen …)

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