Jan 29 2010

STERN-Extra zu den Weltreligionen: Dokumentation mit Rechenschwäche

Abgelegt unter Lesezeichen, Zeitgeschehen

Der STERN galt – neben dem SPIEGEL – lange Zeit als Prototyp für großartigen investigativen Journalismus. Im Zuge der „Boulevardisierung“ der Medien ist viel von dem einstigen Glanz der klassischen Printformate verloren gegangen.

Die Höhe von Turmbauten – religiöses Machtsymbol. (*)

Mit dem Extra DIE SECHS WELTRELIGIONEN versucht der STREN, an die altehrwürdige journalistische Tradition anzuknüpfen. Bis auf eine offensichtliche Rechenschwäche ist die Dokumentation weitgehend geglückt. Weiterlesen »

Popularity: 3%

Keine Kommentare

Dez 02 2009

ZDF-Thriller-Serie gibt sich ungewohnt weise: „Ich sch… auf Gott“

Abgelegt unter Zeitgeschehen

Verbal auf Gott zu sch… ist im öffentlichen TV eher unüblich. Vor einiger Zeit aber geschah es dennoch, in einer Folge der dänischen Thriller-Serie PROTECTORS im ZDF. Die Serie dreht sich um eine Gruppe Personenschützer, einer Art Geheimdienst-Sondertruppe der Polizei Kopenhagen. Ihr gehören auch eine Muslimin und ein Jude an, beide gebürtige Dänen mit Migrationshintergrund.

Dombau Modell © Kô-Sen 2009Heute Minarette verbieten, morgen Kirchen schleifen? (*)

Als durch Zufall die Vorbereitungen zu einem islamistischen Selbstmordattentat bekannt werden und der Anschlag auf einen Bus in letzter Minute verhindert wird, kann Personenschützer Jonas Goldschmidt (André Babikian) nicht mehr an sich halten:

Ich scheiße auf Gott! Die Christen haben Menschen in seinem Namen verbrannt. Die Moslems morden Unschuldige in seinem Namen und die Juden, meine Leute, wedeln mit der Tora, wenn sie in Gottes Namen auf palästinensische Zivilisten schießen.

Selbst Krimis reflektieren schon religiösen Dogmatismus. Weiterlesen »

Popularity: 2%

Keine Kommentare

Nov 18 2009

Der gute Donnergott (The Good Thunder): Eine Lektion in Arbeit, Leiden und Liebe

Abgelegt unter Reviews, Zeitgeschehen

Thanks to the unknown Lady who was reading the tale at London’s Piccadilly-Line and who was so kind to reveal its writer.

Es heißt, Rai-den, der Donnergott, sei ein liebloser Geist, Furcht erregend, rachsüchtig und grausam zu den Menschen. Doch so reden nur Leute, die Angst vor Sturm und Gewitter haben. Sie schieben Rai-den und seinem Sohn Rai-Taro alles erdenklich Schlechte in die Schuhe. Doch sie liegen damit völlig falsch.

xl_gewitterGewitter über dem Land. Foto: C. Clark

Rai-den Sama lebte weit oben im blauen Himmel in seiner Wolkenburg. Er war ein großer und mächtiger Gott und Herrscher über die Elemente. Rai-Taro war sein einziger Sohn, ein braver Junge, den sein Vater über alles liebte. Weiterlesen »

Popularity: 2%

Keine Kommentare

Okt 24 2009

Entwicklung der Menschheit – eine spätchristliche Utopie

Abgelegt unter Lesezeichen, Zeitgeschehen

Allgemein nehmen wir an, die Menschheit würde sich entwickeln. Und fahren wir nicht tatsächlich heute Autos, die sicherheitstechnisch und aus ökologischer Sicht unendlich von den Vehikeln entfernt sind, die – sagen wir mal – in den 1920-er Jahren gebaut wurden? Das entspricht den Tatsachen – und doch täuscht der Eindruck. Während die massenhafte Technisierung gleichzeitig technikfeindliche Bedingungen auf der Erde schafft – Abgase und Emissionen lassen das Klima erwärmen, Profitgier führt zum Veröden ganzer Landschaften, irgendwann geht der Technik schlicht der Saft aus – bleibt der Mensch, seinem Wesen nach wie er immer schon war.

Verfallene Industrieanlagen © Kô-Sen 2009Zeugnis von Werden und Vergehen: Vor sich hin rostende Industrieanlage. (*)

Eine Entwicklung der Menschheit gibt es nicht. Wird eine Errungenschaft als Entwicklung gefeiert wird, ist es nur eine Frage der Zeit, dass sie – sisyphosgleich – durch plötzlich entdeckte Risiken und Nebenwirkungen relativiert wenn nicht gar in Frage gestellt wird. Das war so und wird naturgesetzlich so bleiben. Wer anderes behauptet, fällt einer spät-christlichen Utopie zum Opfer. Das meint zumindest der englische Philosoph John Gray. Weiterlesen »

Popularity: 3%

Keine Kommentare

Okt 06 2009

Rechte Achtsamkeit – das Wissen aus dem eigenen Mind selbst ausgraben

Wie ist aus theosophischer Sicht das buddhistische Konzept der „rechten Achtsamkeit“ zu verstehen1?

Grundsätzlich bedeutet „rechte Achtsamkeit“ oder „rechtes Gewahrsein,“ dass man sich seines Umfelds, der eigenen Handlungen und Gedanken sowie seines mentalen Zustandes jederzeit bewusst ist. Auf einer tieferen Ebene steht das Konzept für die Bewusstmachung des eigenen mentalen Prozesses. Für spirituelles Streben reicht Gutherzigkeit allein nicht aus. Der Aspirant muss vor allem seinen mentalen Prozess wachsam im Auge behalten, wenn er nicht eines Tages feststellen will, dass sein Mind in Spurrinnen geraten ist.

Drum © Kô-Sen 2009Rechte Achtsamkeit – unter anderem Voraussetzung dafür, dass sich der GENIUS offenbaren und entfalten kann. Bild: Kô-sen

Dann mag er etwa entdecken, in bestimmten Situationen schablonenhaft immer gleich zu reagieren oder bei speziellen Fragen reflexartig auf stereotype Antworten fixiert zu sein. Auf diese Weise schafft er sich mentale Spurrinnen. Der meditierende Mensch ist hingegen stets bemüht Neuland zu betreten. Er ist bereit, die Dinge immer wieder mit anderen Augen oder aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Mentale Tiefe lässt sich nur dadurch erlangen, dass wir uns nicht mit der erst besten Antwort zufrieden geben, die uns in den Sinn kommt. Dazu gehört, immer wieder zu prüfen, ob die angenommenen Voraussetzungen nicht in die falsche Richtung führen. Weiterlesen »

  1. THE THEOSOPHICAL MOVEMENT, JUNE 2009, Questions & Answers

Popularity: 3%

Keine Kommentare

Jul 10 2009

Bedeutung religiöser Metaphern

Abgelegt unter Lesezeichen, Zeitgeschehen

Wenn ein hysterischer Mob im Namen seiner Nation und seiner Religion zum Knüppel greift und Menschen anderer Herkunft und anderer Religion im „religiösen Zorn“ ermordet, scheint der Tiefpunkt menschlicher Niedertracht und Dummheit erreicht. Fast immer stecken hinter den aufgewiegelten Massen demagogische Priester, die den ungebildeten Massen das Gift wörtlich gedeuteter religiöser Metaphern ins Ohr geträufelt haben.

Das Schwein - religiöses Symbol für den Sinnenmenschen © Bild: Kô-SenPiggy – in der REISE IN DEN WESTEN symbolisiert er den liebenswürdigen Vielfraß. (*)

Taoismus und Buddhismus erweisen sich dem gegenüber als wahre humanistische philosophische Systeme. Metaphern bleiben Metaphern. Kein taoistischer oder buddhistischer Priester käme auf die absurde Idee, seine Zuhörer etwa aufzuhetzen, Andersgläubige in die Hölle zu schicken, weder wörtlich noch sprichwörtlich. Denn die Hölle ist im sprichwörtlichen Sinne weniger ein Ort im Jenseits, sondern vielmehr ein Zustand im Diesseits. Weiterlesen »

Popularity: 6%

Keine Kommentare

Jun 20 2009

Taufrituale wörtlich genommen – ein bisschen religiöser Fanatismus

Abgelegt unter Zeitgeschehen

In den Buddha zugeschriebenen religiösen Belehrungen ist ohne jede Ausnahme immer von ALLEN FÜHLENDEN WESEN die Rede. In den Religionen, die zum Glauben an einen athropomorphen Gott verpflichten ist das ausdrücklich nicht so.

Raiseing the veil © Kô-Sen 2009In der Antike ein bedeutungsschweres Ritual: Das Heben des Schleiers. Wörtlich genommen, werden Rituale zum leeren Kult. (*)

Die katholische Pfarrerin im Radio zum Beispiel spricht über das selektive Vorgehen ihres Gottes mit missionarischer Euphorie, wenn sie öffentlich Szenen aus den Vorbereitungen zweijähriger Kinder zur Taufe beschreibt. Das Taufritual versucht sie den Kindern so anschaulich wie möglich zu erklären. Doch wörtlich ausgelegt wird aus einem erhabenen symbolischen Akt „ein bisschen“ religiöser Fanatismus. Weiterlesen »

Popularity: 6%

Keine Kommentare

Seiten: 1 2 3 4 5 ...9 10 Vorwärts