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Glauben

Sie wirken doch – die alten Beschwörungen und Segenssprüche!

Der Neurologe und Nervenarzt Wolfgang Ernst untersucht in einem Sachbuch mittelalterliche Segenssprüche auf ihre Wirksamkeit

Merseburger Zaubersprüche in
einem historischen Reprint.

Abb. gemeinfrein

Selbst Nicht-Gläubige spüren – wenn sie nicht derbe Klötze sind – in Kirchen, Moscheen, Synagogen oder religiösen Tempeln von Hindus, Buddhisten und Taoisten etwas Subtiles, das Respekt einflößt, einen die Stimme senken lässt und – wenn sie ganz ehrlich zu sich selbst sind – in ihrem tiefsten Inneren ein Gefühl von heiligem Respekt erzeugt.

Und mancher geht sogar soweit, etwa bei herben Schicksals­schlägen, zu einer solchen „Einrichtung“ zu gehen und sich mit Hilfe von Segnungen, Ritualen, Amuletten und Zaubersprüchen um Erleichterung seiner Lage zu bemühen, nach dem Motto: „Schaden kann es ja nicht.“ Alles abergläubischer Hokuspokus? Nein, weist der Neurologe und praktizierende Psychiater Wolfgang Ernst in seinem Buch Beschwörungen und Segen. Angewandte Psychotherapie im Mittelalter nach. An Beschwörungen und Segens­sprüchen ist nicht nur „etwas dran“, sie helfen sogar. (weiterlesen …)

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Film- und Download-Tipp: Gläubig auf Probe

Sven Kuntze „Auf der Suche nach dem lieben Gott1“

Sehr ernst und immer wieder sehr sentimental geht es zu, wenn Vertreter dieser oder jener Religion versuchen mit ihrem jeweiligen Kult dem Journalisten Sven Kuntze ihre spirituelle Praxis zu erklären und womöglich zu vermitteln. Dennoch – seine teilweise fast respektlos anmutende Heiterkeit lässt sich Kuntze zu keinem Zeitpunkt nehmen. Und – und das ist das Herausragende des Films – auch nicht das Immer-Weiter-Fragen.

Spirituelle Suche – Anklopfen an Türen. (*)

Eine Übersicht in Deutschland gelebter Religionen und Kulte will und kann eine 90-Minuten-Doku nicht geben. Man muss sich auf den suchen­den Ruheständler Sven Kuntze (69) einlassen, der seinen kindlichen Glauben an Gott einst hatte stehen lassen – „wie einen alten Regen­schirm im Zug“ und seiner individuellen Suche folgen, „jetzt wo es im Alter regnerisch wird und man den Schirm gern wieder hätte.“ (weiterlesen …)

  1. Freier Download für einen begrenzten Zeitraum möglich, s. LINKSUNTEN

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„Unsterblichkeit“ des Mörders – Vegetieren im astralen Sumpf

In den Medien werden jetzt immer wieder Webseiten zitiert, auf denen sich der durchschnittlich sozialisierte Mitteleuropäer kaum verirren würde. Ganz unerwartet finden sich dort Formulierungen, die man sonst nur aus esoterischen Zirkeln gewohnt ist. Die Rede ist von rechtsradikalen Internetauftritten in denen Gefolgsleute etwa aufgefordert werden, „werde unsterblich“.

Michelangelo: Die Verdammten werden in die Hölle gestürzt (Ausschnitt: „Das Jüngste Gericht“), 1536-41. Abb. Hans Bug

Gemeint ist damit sich Kamikaze-Aktionen hinzugeben, in denen Migran­ten, Demokraten und andere „Volksfeinde“ zu Schaden kommen können und im Zweifel auch die Verführten selbst. Die ohne jede Evidenz in Aus­sicht gestellte Unsterblichkeit ähnelt der Rekrutierungspraxis islamistisch motivierter Rädelsführer. Doch sowohl dort als auch hier ist diese Art „Unsterblichkeit“ eines potentiellen Mörders in Wirklichkeit ein gezwungenermaßen Vegetieren im astralen Sumpf. Es ist die Verdammnis, das Ende, kurz die wahre Hölle. (weiterlesen …)

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Beten auf Buddhistisch: „Tischgebet“

Buddhistische Tisch-Invokation aus dem Avatamsaka-Sutra

Beten kommt von BITTEN. In monotheistischen Religionen, wie dem Christentum und Islam, ist Beten, Bitten und Fürbitten zen­trale Glaubenspraxis. Das alltägliche Beten hat einen sehr persönlichen Charakter. Man wünscht sich meist etwas Persönliches von (s)einem persönlichen Gott. Im Buddhismus ist „Beten“ völlig unpersönlich und eher eine Art allgemeine Invokation, bestehend aus Danksagung, Respektsäußerung und allgemeinem Segenswunsch.

Persönlicher Wunsch am Weihnachtswunschbaum in einer nordhessischen Kleinstadt. (*)

Natürlich haben auch Buddhisten gelegentlich persönliche Wünsche von denen sie die Buddhas insgeheim gebetsartig in Kenntnis setzen. Doch sie wissen dabei sehr genau, dass das eigentlich eine Form von Anhaf­tung ist. Aber bekanntlich sieht man im Buddhismus „kleine Schwächen“ nicht zu eng, denn enges Auslegen von Vorschriften ist schließlich selbst eine Anhaftung. Ein sehr erhabenes die Nahrung spirituell magnetisie­rendes Tischgebet zu den Mahlzeiten findet sich im Avatamsaka-Sutra. (weiterlesen …)

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