Jan
01
2010
Virtuelle Welten, Cloud-Computing, E-Books
Das Internet beschert uns einen multidimensionalen virtuellen Raum, der die Menschen seiner Entstofflichung ein Stück näher bringt. Wo führt das hin? Entweder in eine von pseudointelligenten Robotern dominierte Hölle oder – durch die virtuelle Hintertür – zu mehr Spiritualität.
Virtuelle Welten spielten immer schon eine besondere Rolle in den Kulturen. Hier die Protagonisten aus DIE REISE IN DEN WESTEN, eine Art esoterisch-spiritueller Comic aus dem alten China in der Tradition von Taoismus und (Ch’an-)Buddhismus. Abb. gemeinfrei
Sehr wahrscheinlich landet die übergroße Mehrheit in Ersterem. Zu Letzterem finden nur wenige spirituelle Sucher auf dem Pfad. Weiterlesen »
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Tags: Buddhismus, China, Entstofflichung, Internet, Leben, Mind, Persönlichkeit, Taoismus, Zen
Sep
12
2009
First establish a firm foothold…
© Kô-Sen 2009
First establish a firm foothold in daily activities within society. Only then can you cultivate reality and understand essence.
(I • The Celestial Mind – 7)
The golden flower is light. What color is light? It is symbolized by the golden flower … This is the absolutely unified real energy of celestial immortals…
(ibid – 10)
… You should … practice diligently; it would be too bad if you wasted time. If you do not practice for a day, then you are a ghost for a day; if you do practice for a single breath, then you are a realized immortal for a breath. Work on this.
(XIII • Song to Inspire the World – 22) Weiterlesen »
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Tags: China, Mind, Taoismus
Jul
25
2009
DIE RELIGION von Philipp Veit
Städtisches Museum Berlin.
Bild: Kô-Sen
Religiöse Konflikte halten die Welt in Atem. Die Kontrahenten sind im Wesentlichen: Christen und Moslems, Juden und Moslems, Moslems und Moslems, Christen und Christen, Hindus und Moslems, Hindus und Christen. Seit den Gräueltaten im Zweiten Weltkrieg ist es zwischen Christen und Juden friedlich, auch wenn der Papst gelegentlich die Juden mit vorsintflutlicher Polemik attackiert.
Buddhisten treten in tagespolitischen Brennpunkten, wenn überhaupt, nur dann in Erscheinung, wenn es um Protest gegen – vor allem staatliche – Gewalt geht, wie zum Beispiel in Tibet. Leider hat der prügelnde Mob in buddhistischen Roben vor einem Jahr in Tibet das Jahrtausende alte Bild beschädigt, dass Buddhisten GRUNDSÄTZLICH friedfertig sind. Dennoch gilt: Buddhismus ist eine Philosophie, die Gleichmut schafft und Frieden stiftet. Weiterlesen »
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Tags: Buddhismus, China, Erleuchtung, Glauben, Inkarnation, Karma, Krieg, Magie, Papst, Reform, Reinkarnation, Religion, SELBST, Tibet, Zen
Jun
10
2009
Serie: Gewalt in religiösen Schriften – Hinweis auf gewaltige Aufgaben
Würde man DIE REISE IN DEN WESTEN wörtlich auslegen, etwa wie das Alte und Neue Testament vom Kirchenchristentum, müsste man den Roman als jugendgefährdend verbieten. Denn ohne Pause wird dort auf Leben und Tod gekämpft. Heimtückische Monster lauern in allen Ecken und werden am Ende entweder zur Buße Laotse anvertraut oder schlicht zu Brei geschlagen.
Wu-k’ung weiß sich noch in der aussichtslosesten und bedrohlichsten Lage zu helfen. Er steht für den das Denk-Prinzip, Mind, manas. (*)
Nimmt man die Geschichte im Roman jedoch als ALLEGORIE, wird plötzlich eines der tiefgründigsten religiösen Werke daraus. Eine WIRKLICH heilige Schrift, die sich zugleich als cooles Kinderbuch eignet. Zwischen viel Jux und Tollerei finden Jugendliche IHREN Helden. Den zur Leerheit erwachten Affenkönig etwa: Wu-k’ung. Moralische Erziehung durch Lachen, sozusagen. Und ganz ohne Zwang zum Glaubensbekenntnis. Weiterlesen »
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Tags: China, Ego, Glauben, Heilige Schrift, Kirche, Leben, Manas, Mind, SELBST, Sex, Tiere, Tod, Zen
Nov
17
2008
Das Bodhisattva-Gelübde besteht – vereinfacht ausgedrückt – aus dem Gelöbnis, sich auch dann freiwillig zu inkarnieren, wenn man es eigentlich nicht mehr muss. Und zwar zu dem Zweck, den noch nicht so weit fortgeschrittenen Suchern zur Seite zu stehen. Wobei das WO und WIE getrost dem unfehlbaren Wirken des Karma-Gesetzes überlassen bleiben kann.
Kleines Kesa zum Bodhisattva-Gelübde im Zen-Buddhismus.
Bild: Ko-Sen
Das klingt auf dem ersten Blick abgehoben, abstrakt-mystisch und vor allem vollkommen irreal. Weder ist das Freisein vom Rad der Wiedergeburt in greifbarer Nähe, noch gibt es Grund anzunehmen, man könnte anderen auf ihrem Weg hilfreich sein. Dennoch besitzt das Bodhisattva-Ideal eine sehr reale Wirkung. Vorausgesetzt, man fasst es in seinem esoterischen Sinne auf. Weiterlesen »
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Tags: Blavatsky, Bodhisattva, Buddhismus, Chakren, Channeling, China, Ego, Esoterik, Gott, Inkarnation, Karma, Meditation, Persönlichkeit, Reinkarnation, Schule, Seele, SELBST, Taoismus, Transfiguration, Weisheit, Yoga, Zen
Jul
25
2008
Wer sich wenige Wochen vor Eröffnung der Olympiade in China für einen authentischen Einblick in das geistige Innenleben der Chinesen interessiert, dem sei das Buch DIE BERGE HÜTEN DAS GEHEIMNIS von Bill Porter und Steven R. Johnson (Road to Heaven. Encounters with Chinese Hermits) empfohlen.
Die Welt des roten Staubes – in der chinesischen Tradition Sammelbegriff für die Genüsse und Leiden des materiellen Lebens. Bild: Ko-Sen
Da ist zum Beispiel die buddhistische Nonne in den Bergen nahe Xian. Eines Tages kommt ihre Schwester aus der Stadt. Gerade in Rente gegangen, will sie sich nach einem arbeitsreichen Leben endlich dem Buddha-Dharma zuwenden. Oder der fast hundertjährige Eremit, der den ausländischen Besucher kichernd fragt, wer denn nur „der große Vorsitzende“ sei, von dem er dauernd reden würde. Die Bewohner des Dorfes am Fuße des Berges hatten „ihren“ Weisen jahrzehntelang vor den roten Garden geschützt und versorgt. Weiterlesen »
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Tags: Buddhismus, China, Kloster, Leben, Praxis, Taoismus
Jun
08
2008
Vom Aufwachen am Morgen bis zum Einschlafen nachts ist das Sein wie eine Art Dauerfilmvorführung. Man hat sich daran gewöhnt. Und wenn die Leinwand gerade einmal weiß ist, eine Pause entsteht, wie wenn jemand eine neue DVD nachladen muss, dann empfinden wir das als störend. Und flugs wird das Radio angeschaltet oder man nutzt das „Loch,“ um etwa jemanden anzurufen und ihn zu fragen, wie es ihm geht. Dieser für das Informationszeitalter typische Lebensstil signalisiert Freiheit, Vitalität, Aktivität, Leben. In Begriffen spiritueller Alchemie ist es jedoch das Gegenteil: Bindung, Zwanghaftigkeit, Abhängigkeit, Tod. Demnach führen wir ein Leben wie im Spiegel. Alles ist genau verkehrt herum. Und niemand bemerkt es. Weiterlesen »
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Tags: Aberglauben, China, Ego, Glauben, Gott, Inquisition, Kirche, Leben, Liebe, Mind, Reform, Schule, Seele, SELBST, Taoismus, Tod, Unsterblichkeit