Nov 17 2008

Bodhisattva-Gelübde: Effektive, wenn auch unbequeme, Methode der Umkehr

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Das Bodhisattva-Gelübde besteht - vereinfacht ausgedrückt - aus dem Gelöbnis, sich auch dann freiwillig zu inkarnieren, wenn man es eigentlich nicht mehr muss. Und zwar zu dem Zweck, den noch nicht so weit fortgeschrittenen Suchern zur Seite zu stehen. Wobei das WO und WIE getrost dem unfehlbaren Wirken des Karma-Gesetzes überlassen bleiben kann.

Kleines Kesa zum Bodhisattva-Gelübde im Zen-Buddhismus.
Bild: Ko-Sen

Das klingt auf dem ersten Blick abgehoben, abstrakt-mystisch und vor allem vollkommen irreal. Weder ist das Freisein vom Rad der Wiedergeburt in greifbarer Nähe, noch gibt es Grund anzunehmen, man könnte anderen auf ihrem Weg hilfreich sein. Dennoch besitzt das Bodhisattva-Ideal eine sehr reale Wirkung. Vorausgesetzt, man fasst es in seinem esoterischen Sinne auf. Weiterlesen »

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Jul 25 2008

Einsiedler in China - Tradition des Rückzugs hat überlebt

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Wer sich wenige Wochen vor Eröffnung der Olympiade in China für einen authentischen Einblick in das geistige Innenleben der Chinesen interessiert, dem sei das Buch DIE BERGE HÜTEN DAS GEHEIMNIS von Bill Porter und Steven R. Johnson (Road to Heaven. Encounters with Chinese Hermits) empfohlen.

Copyrights 2008 Ko-SenDie Welt des roten Staubes - in der chinesischen Tradition Sammelbegriff für die Genüsse und Leiden des materiellen Lebens. Bild: Ko-Sen

Da ist zum Beispiel die buddhistische Nonne in den Bergen nahe Xian. Eines Tages kommt ihre Schwester aus der Stadt. Gerade in Rente gegangen, will sie sich nach einem arbeitsreichen Leben endlich dem Buddha-Dharma zuwenden. Oder der fast hundertjährige Eremit, der den ausländischen Besucher kichernd fragt, wer denn nur „der große Vorsitzende“ sei, von dem er dauernd reden würde. Die Bewohner des Dorfes am Fuße des Berges hatten „ihren“ Weisen jahrzehntelang vor den roten Garden geschützt und versorgt. Weiterlesen »

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Jun 03 2008

Katharer: arte zeigt Dokumentarfilm von 2001

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Über 100 Jahre dauerte es, bis es der Inquisition gelang, die Katharer als europäische religiöse Bewegung zu zerschlagen. Weder der einzige auf europäischem Boden geführte, gegen die Katharer gerichtete, Kreuzzug von 1209; noch das vierte Laterankonzil, 1215, das die Katharer verdammte; noch die im Auftrag der Inquisition ab 1233 einsetzende Vernichtung der Bewegung durch die Dominikaner, vermochte die im heutigen Südfrankreich verbreitete Form christlicher Mystik auf die Schnelle auszulöschen.

xl_katharer_teaser.jpgIn der heutigen Provinz Languedoc, die 1279 an Frankreich fiel, spielte sich das Drama der Katharer ab. Foto: © arte

Der skrupellosen Verfolgung durch die mit den weltlichen Machthabern in Paris verbandelten katholische Kirche konnten die jede Form von Gewalt ablehnenden Katharer am Ende jedoch nicht widerstehen. Der Leidensweg der Katharer sowie ihre philosophischen und religiösen Thesen wurden 2001 in einem französischen Dokumentarfilm von Michel Roquebert, Anne Brenon und Chema Sarmiento anschaulich gewürdigt. Er wurde Mitte Mai auf arte gesendet. Weiterlesen »

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Mai 08 2008

H. P. Blavatsky: „Kill…“

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Zum Gedenken an H.P.B.

Zu den herausragenden Werken von H. P. Blavastky zählt das Büchlein Die Stimme der Stille (THE VOICE OF THE SILENCE). Die „Stimme“ ist eine Art Manual für Sucher. Es werden keine Tricks und Kniffe verraten, wie sich der „Knochensack“ – eine gängige Metapher im Buddhismus für die vergängliche Persönlichkeit – in die Ewigkeit retten lässt. Es wird plausibel, knapp und präzise beschrieben, warum jener Knochensack nicht nur nicht in die Unsterblichkeit mitgenommen werden kann. Sondern auch, warum er das eigentliche Hindernis auf dem Weg dorthin ist.

Copyrights 2008 Ko-SenObstblüten - Symbol des immer wieder kehrenden sehnenden Verlangens in der Natur. Bild: Ko-Sen

Der Sucher hat sich dabei durch unangenehme Hinweise hindurch zu lesen. Etwas über das Abtöten diverser Neigungen und Gewohnheiten. Nicht etwa durch morbide Askese. Sondern durch einer Haltung der SELBSTÜBERAGE. Weiterlesen »

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Mai 04 2008

Du bist Bodhisattva! (I/II)

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Bodhisattva sein ist vor allem eine Lebenshaltung. Wie das Kind, das sich von früh an vornimmt, Flugkapitän zu werden, später als Jugendlicher alle Bücher über das Fliegen verschlingt, schließlich versucht, sich über Berufsausbildung und Studium dem TRAUMBERUF zu nähern. Vielleicht Rückschläge hinnehmen muss. Dann, früher oder später, es geschafft hat und Flugkapitän wird.

Copyrights 2008 Ko-SenBodhisattva-Ideal: Wolken in den Garten holen? Bild: Ko-Sen

Was genau ist ein Bodhisattva? Die ungefähre Definition klingt recht abgehoben: Eine Seele, die gelobt, auf die „ewige Seeligkeit“ von Nirvana und Erleuchtung zu verzichten, die sich stattdessen freiwillig inkarniert, um im Einklang mit dem Karma-Gesetz den fühlenden Wesen zu helfen, die noch hoffungs- und ahnungslos, an das Rad der Wiedergeburt gekettet sind. Uff… Was heißt HELFEN? Und wer ist schon NICHT ans Rad der Wiedergeburt gekettet? Weiterlesen »

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Apr 25 2008

Den Ursprung finden? Das Licht umdrehen!

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Das Geheimnis der Goldenen Blüte (The Secret of The Golden Flower) ist ein spiritueller Klassiker, der dem Sucher periodisch immer wieder neue Impulse vermittelt. Der taoistisch-buddhistische Text ist leider nur in seiner englischen Übertragung aus dem Chinesischen von Thomas Cleary von praktischem Wert.

Copyrights 2008 Ko-SenDas Licht umdrehen? Aber wie? Bild: Ko-Sen

Der deutsche Übersetzungsversuch links_yellow.gif von Richard Wilhelm hat lediglich bibliophilen Wert, die eigentliche Botschaft des Werkes geht dabei komplett verloren. Im Kern geht es in der GOLDENEN BLÜTE um das UMDREHEN DES LICHTES, das den Sucher zu seinem, DEM, Ursprung zurück führt. Weiterlesen »

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Apr 09 2008

Jugendgewalt liegt in der Luft - wieso ausgerechnet jetzt?

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Vermutlich waren es Jugendliche, die zu Ostern bei Oldenburg aus einer Gruppe heraus einen Holzklotz auf die Autobahn warfen, und dadurch eine junge Frau vor den Augen ihrer Familie töteten. Es sind JUNGE Männer, die im Nahen Osten und anderswo zu Selbstmordattentätern werden. Und auch die plötzlich ausgebrochene Gewalt in und um Tibet nährt sich vor allem vom Zorn JUNGER Tibeter, die – obwohl teilweise im Westen in integrierten Familien geboren – plötzlich Steine werfen, trotz ihres Bekenntnisses zum - Gewalt ablehnenden - Buddhismus.

Copyrights 2008 Ko-SenJugendgewalt ist allgegenwärtig. Bild: Ko-Sen

Dass Jugendgewalt irgendwie in der Luft liegt, haben nicht nur die jüngsten Übergriffe in der nächtlichen Münchener U-Bahn gezeigt. Auch im Alltag an den Schulen ist verbale und körperliche Gewalt allgegenwärtig. Warum ausgerechnet JETZT? Wie damit umgehen? Die Psychotherapeutin Heike Hoyer hat in der Zeitschrift ASTROLOGIE HEUTE Jugendkriminalität von „höherer Warte“ aus, nämlich aus astrologischer Sicht, untersucht – und unterbreitet, vom selben Standort aus, mögliche Ansätze, damit rational und emotional umzugehen. Nachfolgend der Artikel mit freundlicher Genehmigung von Zeitschrift und Autorin. (Redaktion) Weiterlesen »

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