Nov 17 2008

Bodhisattva-Gelübde: Effektive, wenn auch unbequeme, Methode der Umkehr

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Das Bodhisattva-Gelübde besteht - vereinfacht ausgedrückt - aus dem Gelöbnis, sich auch dann freiwillig zu inkarnieren, wenn man es eigentlich nicht mehr muss. Und zwar zu dem Zweck, den noch nicht so weit fortgeschrittenen Suchern zur Seite zu stehen. Wobei das WO und WIE getrost dem unfehlbaren Wirken des Karma-Gesetzes überlassen bleiben kann.

Kleines Kesa zum Bodhisattva-Gelübde im Zen-Buddhismus.
Bild: Ko-Sen

Das klingt auf dem ersten Blick abgehoben, abstrakt-mystisch und vor allem vollkommen irreal. Weder ist das Freisein vom Rad der Wiedergeburt in greifbarer Nähe, noch gibt es Grund anzunehmen, man könnte anderen auf ihrem Weg hilfreich sein. Dennoch besitzt das Bodhisattva-Ideal eine sehr reale Wirkung. Vorausgesetzt, man fasst es in seinem esoterischen Sinne auf. Weiterlesen »

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Mai 04 2008

Du bist Bodhisattva! (I/II)

Abgelegt unter Maria Szepes, Zeitgeschehen

Bodhisattva sein ist vor allem eine Lebenshaltung. Wie das Kind, das sich von früh an vornimmt, Flugkapitän zu werden, später als Jugendlicher alle Bücher über das Fliegen verschlingt, schließlich versucht, sich über Berufsausbildung und Studium dem TRAUMBERUF zu nähern. Vielleicht Rückschläge hinnehmen muss. Dann, früher oder später, es geschafft hat und Flugkapitän wird.

Copyrights 2008 Ko-SenBodhisattva-Ideal: Wolken in den Garten holen? Bild: Ko-Sen

Was genau ist ein Bodhisattva? Die ungefähre Definition klingt recht abgehoben: Eine Seele, die gelobt, auf die „ewige Seeligkeit“ von Nirvana und Erleuchtung zu verzichten, die sich stattdessen freiwillig inkarniert, um im Einklang mit dem Karma-Gesetz den fühlenden Wesen zu helfen, die noch hoffungs- und ahnungslos, an das Rad der Wiedergeburt gekettet sind. Uff… Was heißt HELFEN? Und wer ist schon NICHT ans Rad der Wiedergeburt gekettet? Weiterlesen »

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Apr 13 2008

Nikolaus von Kues im TV: Es ist etwas Großes, sich fest zu gründen in der Verbindung der Gegensätze

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Was wie ein Zen-Kōan klingt, ist eine Maxime des Philosophen, Kirchenpolitikers und Theologen Nikolaus von Kues (1401 - 1464). Das ZDF hat dem Kardinal Cusanus, so dessen Kirchenname, eine Dokumentation gewidmet, die von Martina Schönfeld und Klaus Medrow stilsicher in Töne und Bilder umgesetzt wurde.

xl_augengottes.jpgWohin ich auch gehe, DEINE Augen sind stets über mir. Grafik: ZDF.de-ZDFdokukanal

Cusanus zählt zu den wenigen Kirchenmännern der Geschichte, die Religion vor allem als Ideal betrachteten und es als solches umzusetzen suchten. Konkret bedeutete das eine keusche Lebensführung, strikte Einhaltung der Gebote, häufiges Fasten und ein Streben nach Erkenntnis. Doch im späten Mittelalter war die Kirche längst zu einem machtpolitischen Apparat geworden - IN und VON der Welt. Idealisten wie Cusanus wurden verspottet, angefeindet oder gar verfolgt. Weiterlesen »

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Apr 05 2008

Buddhismus ohne Denken - Windelweiche Religion und flacher Wellness-Kult

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Bei einem seiner Besuche im Tibetischen Zentrum Hamburg warnte der Dalai Lama in den 1990er Jahren die deutschen Mönche und Nonnen, die kahl geschoren und schulterfrei im safranfarbenen Gewand seiner harrten, dass man sich nicht zu sehr auf die äußere Form des Buddhismus konzentrieren solle.

Copyrights 2008 Ko-SenIm Westen ist der Buddhismus hipp wie ein Marken-Turnschuh geworden - zu Lasten seiner reformatorischen Kraft. Bild: Ko-Sen

Sinngemäß sagte er, dass es nicht so sehr auf Kutte oder Glatze ankommt, sondern auf die Geisteshaltung, die jemand hat. So könne auch das Scheren der Haare oder das Tragen einer traditionellen in Asien üblichen Kleidung nicht vor Anhaftung, Egoismus und anderen schlechten Eigenschaften schützen. Im Gegenteil. Daraus könnten neue Anhaftungen entstehen. Weiterlesen »

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Mrz 21 2008

W. Q. Judge (1851 - 1896): IN A BORROWED BODY

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Copyrights 2008  public domain, color: Ko-SenW. Q. Judge (Foto: Public Domain)

Dass W. Q. Judge (1851 – 1896) ein Mystiker war, den man gut und gerne einen SEHENDEN und WISSENDEN nennen kann, ist kaum bekannt. Ebenso wenig sein Œuvre, das aus einigen wenigen Büchern und einer umfangreichen redaktionellen Tätigkeit als Herausgeber u. a. des Magazins THE PATH besteht. Am 21. März 1896 hat Judge viel zu früh die materielle Ebene verlassen. Seine Texte lesen sich auch heute noch als liebevolle Handreichung des Lehrers für Rat suchende Schüler. Und sie sind unverändert brandaktuell. Die Texte von Judge beschäftigen sich zumeist mit konkreten Aspekten der Transfiguration. Seine Bücher Letters That Have Helped Me links_yellow.gif und The Ocean of Theosophy links_yellow.gif sind esoterische Klassiker. Ersteres – ein Briefwechsel mit Schülern – ist ein Kompendium zum Umgang mit Fallstricken auf dem Pfad. Letzteres ist eine gut leserliche Zusammenfassung der oft und gern verdrehten Lehren von H. P. Blavatsky und der sie inspirierenden Mahatmas. Weiterlesen »

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Mrz 01 2008

Bodhisattvas auf der Spur: Vitruv - ganzheitliche Beachtung göttlicher Proportionen

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Marcus Vitruvius Pollio (ca. 1. Jh. v. u. Z.) wird in einer Fußnote der GEHEIMLEHRE als Eingeweihter - und damit als Bodhisattva - beschrieben, dessen Werke esoterisch zu studieren seien. Die von ihm stammenden und Kaiser Augustus (63 v. u. Z – 14 u. Z.) gewidmeten „Zehn Bücher über Architektur“ - sein einziges überliefertes Werk - gelten als die erste systematische Abhandlung über Architektur im westlichen Kulturkreis.

Copyright 2008 Ko-SenModerne Architektur: Himmelstürmend, aber erdgewandt. Bild: Ko-Sen

Ob im antiken Tempelbau, bei den Steinkreisen der Druiden, den keltischen Steinreihen oder den Höhlentempeln der Katarer – immer waren Architektur und Bauweise ganzheitlich und zentimetergenau auf die göttlichen Proportionen ausgerichtet. Weiterlesen »

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Jan 24 2008

Wahres Mitgefühl - Gleichmut bewahren, trotzdem

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Konzentrierte Gleichmut bewahren inmitten von Aufruhr und Irrsinn. Das war offenbar schon immer ein Problem für Sucher auf dem Pfad. Denn nicht grundlos wies das Avatamsaka-Sutra schon vor über 1.500 Jahren angehende Bodhisattvas darauf hin, immer schön cool zu bleiben, was auch an Phänomenen um ihnen herum passiert.

xl_cat.jpgGleichmut bewahren, was auch passiert. Bild: Ko-Sen

In der Bibel wird dasselbe mit den Worten ausgedrückt, dass der Gläubige IN, aber nicht VON dieser Welt zu sein hat. Da solche hären Absichten im Alltag nur sehr schwer umzusetzen sind, können Textauszüge wie der nachfolgende hilfreich sein, wenn sie wie ein Mantra im Mind abgerufen werden. Besonders, wenn es turbulent um einen herum zugeht. Weiterlesen »

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