Mrz 15 2008

Thema verfehlt: Zeitung verwechselt After-Esoterik mit Esoterik

teaser_rafael.jpgEsoterik pur: Detail mit Pythagoras
der SCHULE DER ATHENER
von Raffaello Sanzio, 1509.

Image: Public domain

Die Süddeutsche Zeitung hat am Wochenende auf der ansonsten für guten Journalismus berühmten SEITE DREI einen besonderen Klischee- Eintopf angerührt und aufgekocht. Der Journalist Birk Meinhardt besuchte dazu nach eigenen Angaben eine Esoterik- messe, bewegte viele Mails und hat in mindestens zwei Gasthöfen Stammtisch- Ergüsse mitgeschrieben. Das reichte ihm, um sich selbst zu bestätigen, was er offenbar schon erwartet hatte: Esoterik ist dubios und neigt zu rechtsradikalem Gedankengut. Vielleicht sollte Meinhardt (noch) einmal das gerade erschienene Buch über die Erfolgsgeschichte der SEITE DREI lesen. Dann hätte er vielleicht dem erhabenen Format und dem Leser seinen unsachlichen und lausig recherchierten Schreibversuch erspart. Dennoch reflektiert der Bericht Phänomene, die für den Sucher beachtenswert sind. Weiterlesen »

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Dez 02 2007

CONSIDERATIONS ON MAGIC (Betrachtung über Magie)

Abgelegt unter W. Q. Judge, Zeitgeschehen

Mit einem Essay von William Q. Judge

Was ist Magie? Wenn zwei feminine Männer öffentlich mit weißen Tigern kuscheln, bis einer der beiden in den Kopf gebissen wird? Wenn sich außerhalb der Faschingszeit Kinder als Zauberer verkleiden und mitternachts von den Eltern zu einer Buchhandlung fahren lassen, um ihr Mind mit dem neuesten skurrilen Horror des fiktiven Idols Harry Potter zu füllen?

Katholische Kirche StadtilmBesonders katholische Kirchen sind reich mit magischen Schutz- und Abwehrornamenten ausgestattet - zumeist aus anderen Traditionen geklaute Symbole (Bild: Trinosophie-Blog)

Oder doch eher, wenn es Genforschern gelingt, pestizidresistenten Mais zu konfektionieren, an dem dann auch die Bienen zugrunde gehen… Weiterlesen »

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Aug 03 2007

Musik und Spiritualität: Anregendes Symposium nicht zum Vergnügen

Abgelegt unter Reviews, Zeitgeschehen

Im Foyer zwei alte Herren. Beim Wechseln der Schuhe, denn mit Straßenschuhen soll man nicht ins Innere des Konferenzzentrums. Es strengt beide an, schwerer Atem.

Symposium in Caux 2007Musikalische Aufführungen zum Symposium (Bild: Trinosophie-Blog)

„Vergessen wir nicht, vieles von dem, was von Rijckenborgh vorausgesagt hat, ist nicht eingetroffen…,“ sagt vorgebeugt der eine. „Noch nicht,“ kommt es herausgepresst und bestimmt zurück. Die aufgeschnappte Szene zeigt, um was es beim Symposium „Musik und Spiritualität,“ letztes Wochenende in Caux/Montreux vorrangig ging: Das Ringen um Spiritualität. Weiterlesen »

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Dez 06 2006

Chat und Web-Communities: Mentaler Suizid

Abgelegt unter W. Q. Judge, Zeitgeschehen

delusion.jpgAlles Täuschung!
(Foto: PixelQuelle.de)

In allen alten Traditionen wird klar gemacht, dass das Mind, das Denk-Prinzip, den Menschen jederzeit aufwärts oder abwärts führen kann. Bei den Jüngern des Pythagoras galt das Y als Symbol dieses Prozesses. Das Mind steht immer jeden Augenblick am Scheideweg. FALLEN ODER STEIGEN. Das Schwelgen in Phantasien und virtuellen Welten ist der finale mentale Suizid, ist dabei die unmissverständliche Botschaft. Weiterlesen »

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Okt 02 2006

Schiller - Körner - Graf Saint Germain?

Abgelegt unter Lesezeichen, Zeitgeschehen

Pentagramm Juli/August 2006PENTAGRAMM
Ausgabe Juli/August 2006
(in mehreren Sprachen verfügbar)

Der esoterische Mainstream ist heutzutage vor allem mit astralen Phänomenen beschäftigt. Fachkundig werden Strahlen-Chefs gehandelt oder die neuesten News von den Plejaden. Zwischendurch kommt mal Laotse vorbei. Nicht auf einen Kaffe, dafür durch den Mund eines willenlosen Mediums mit schaurig schönen Tipps für den Alltag.

Angenehm davon losgelöst ist die Zeitschrift PENTAGRAMM des Lectorium Rosicrucianum. Mit Sachverstand werden spirituelle, kulturelle und auch Phänomene des Zeitgeschehens aus Sicht der alten Weisheitslehren beleuchtet. In dem künstlerisch und redaktionell hochwertig gestalteten Magazin gibt es keine Autoren. Die Tradition der UNPERSÖNLICHEN Vermittlung wird hochgehalten.

Themen der neuesten Ausgabe:

schiller.jpgFriedrich Schiller

• Der Weg der Druiden
• Die Weisheitsschule von Pythagoras
• Eine neue Auffassung von Judas?
• Die Suche der Philosophen
• Friedrich Schiller

Der Beitrag über Friedrich Schiller verdient besondere Nennung. Bekannt ist, dass Schiller ein SUCHER war, nach hehren Idealen und Vollkommenheit strebte. Immer wieder hat er über das bange Rätsel des Todes nachgesonnen und kam zu dem Schluss, dass es mit dem Tod der Persönlichkeit nicht zu einem ewigen Schlaf der Seele kommen kann.

koerner.jpgChristian Gottfried Körner

Schiller war dem Okkulten gegenüber aufgeschlossen, war aber zugleich ein skeptischer und aufgeklärter Geist. Als junger Mann lebte der Dichter in Leipzig und Dresden einige Zeit bei Christian Gottfried Körner. Körner war den Geheimwissenschaften zugetan und hatte möglicherweise eine Begegnung mit dem Grafen von Saint Germain. Hier lernte Schiller auch die THEOSOPHIE kennen. Der Begriff stand seit Jakob Böhme bei den christlichen Mystikern für das Streben nach „göttlicher Weisheit“ (theos=Gott; sophia=Weisheit).

Die Literaturwissenschaft sieht in Schillers Der Geisterseher eine Art Abrechnung mit dem Okkulten. Wahrscheinlicher ist, dass er lediglich mit den esoterischen Scharlatanen und Geschäftemachern abrechnete. Angesichts voller Auftragsbücher der Medien, die sich heute Channel nennen, ist der Geisterseher von ungebrochener Aktualität.

In der aktuellen Ausgabe von PENTAGRAMM wird insbesondere der geistige Einfluss des Pietismus auf das Denken Schillers hervorgehoben und offenbart damit eine neue spirituelle Facette im Werk des Künstlers.

PENTAGRAMM erscheint in mehreren Sprachen und ist im Abo zu beziehen. Anfragen nach Einzelheften sind beim Herausgeber möglich. Wichtig: Ein Abo ist auch dann möglich, wenn man NICHT Mitglied des Lectorium Rosicrucianum ist (so wie der Verfasser dieser Zeilen).

Linksunten:

DRP-Rosenkreuz-Verlag

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