Vom Aufwachen am Morgen bis zum Einschlafen nachts ist das Sein wie eine Art Dauerfilmvorführung. Man hat sich daran gewöhnt. Und wenn die Leinwand gerade einmal weiß ist, eine Pause entsteht, wie wenn jemand eine neue DVD nachladen muss, dann empfinden wir das als störend. Und flugs wird das Radio angeschaltet oder man nutzt das „Loch,“ um etwa jemanden anzurufen und ihn zu fragen, wie es ihm geht. Dieser für das Informationszeitalter typische Lebensstil signalisiert Freiheit, Vitalität, Aktivität, Leben. In Begriffen spiritueller Alchemie ist es jedoch das Gegenteil: Bindung, Zwanghaftigkeit, Abhängigkeit, Tod. Demnach führen wir ein Leben wie im Spiegel. Alles ist genau verkehrt herum. Und niemand bemerkt es.
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Weiter lesen... 8. Juni 2008
Über 100 Jahre dauerte es, bis es der Inquisition gelang, die Katharer als europäische religiöse Bewegung zu zerschlagen. Weder der einzige auf europäischem Boden geführte, gegen die Katharer gerichtete, Kreuzzug von 1209; noch das vierte Laterankonzil, 1215, das die Katharer verdammte; noch die im Auftrag der Inquisition ab 1233 einsetzende Vernichtung der Bewegung durch die Dominikaner, vermochte die im heutigen Südfrankreich verbreitete Form christlicher Mystik auf die Schnelle auszulöschen.
In der heutigen Provinz Languedoc, die 1279 an Frankreich fiel, spielte sich das Drama der Katharer ab. Foto: © arte
Der skrupellosen Verfolgung durch die mit den weltlichen Machthabern in Paris verbandelten katholische Kirche konnten die jede Form von Gewalt ablehnenden Katharer am Ende jedoch nicht widerstehen. Der Leidensweg der Katharer sowie ihre philosophischen und religiösen Thesen wurden 2001 in einem französischen Dokumentarfilm von Michel Roquebert, Anne Brenon und Chema Sarmiento anschaulich gewürdigt. Er wurde Mitte Mai auf arte gesendet.
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Weiter lesen... 3. Juni 2008
In den Weisheitslehren wird generell vor magischen Praktiken gewarnt. Demnach ist letztlich jeder Trick, mit dem die Persönlichkeit versucht, sich gegen andere Persönlichkeiten abzugrenzen oder persönliche Vorteile zu erlangen, eine Form schwarzer Magie.
Das ausgeprägte lunare Wesen von Katzen macht sie zu idealen Trägern magischer Praktiken. Bild: Ko-Sen
Da der Durchschnittsbürger seine mentalen Kräfte - wenn überhaupt - nur reflexartig und unbewusst einsetzt, bleiben die Heerscharen seiner feindseligen Gedanken, üblen Wünsche und gemeinen Flüche zumeist wirkungslos für die Adressaten. Das ändert sich, wenn BEWUSST Rituale durchgeführt oder gar gegen Entgelt in Auftrag gegeben werden. Dann hat man den LINKEN PFAD der schwarzen Magie betreten. Das kann schneller gehen, als man denkt, wie die nachfolgende Erzählung zeigt.
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Weiter lesen... 11. Mai 2008
Bodhisattva sein ist vor allem eine Lebenshaltung. Wie das Kind, das sich von früh an vornimmt, Flugkapitän zu werden, später als Jugendlicher alle Bücher über das Fliegen verschlingt, schließlich versucht, sich über Berufsausbildung und Studium dem TRAUMBERUF zu nähern. Vielleicht Rückschläge hinnehmen muss. Dann, früher oder später, es geschafft hat und Flugkapitän wird.
Bodhisattva-Ideal: Wolken in den Garten holen? Bild: Ko-Sen
Was genau ist ein Bodhisattva? Die ungefähre Definition klingt recht abgehoben: Eine Seele, die gelobt, auf die „ewige Seeligkeit“ von Nirvana und Erleuchtung zu verzichten, die sich stattdessen freiwillig inkarniert, um im Einklang mit dem Karma-Gesetz den fühlenden Wesen zu helfen, die noch hoffungs- und ahnungslos, an das Rad der Wiedergeburt gekettet sind. Uff… Was heißt HELFEN? Und wer ist schon NICHT ans Rad der Wiedergeburt gekettet?
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Weiter lesen... 4. Mai 2008
Fast mag man die Leute beneiden, die sich dem Glauben an eine externe Erlösung ihres Daseins ergeben. Wenn es ihnen schon schlecht geht, bleibt wenigstens der Trost, mehr oder weniger schuldlos OPFER zu sein. Etwa des Teufels. Und wenn es ihnen gut geht, wird das Glück noch durch die Freude gesteigert, ein oder der GOTT würde sich die Ehre der persönlichen Gnade und Gunst erweisen.
ALLES ist selbst gemacht: Nicht immer so leicht auszumachen, wie bei Schleierwolken an einem ursprünglich glasklaren Sonnentag. Bild: Ko-Sen
Solch trügerischen Freuden kann der denkende Sucher nichts abgewinnen. Denn mit Selbst-Suggestionen gibt es kein Fortkommen auf dem Pfad. Es sei denn, man erkennt, dass ALLES Suggestion ist. Oder in den Worten Buddhas: Dein Mind erzeugt die Welt. Das Magazin THE THEOSOPHICAL MOVEMENT hat dazu in seiner Februar-Ausgabe einen Artikel mit praktischen Hinweisen veröffentlicht. Nachfolgend die deutsche Übertragung.
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Weiter lesen... 1. Mai 2008
Die moderne Philosophie gefällt sich in medienwirksamer Selbstinsze- nierung. Zugleich bietet sie kaum mehr als leere intellektuelle Spielerei. Die wirklichen Fragen der suchenden Seele bleiben unbeantwortet. Anders die Philosophie des ROSENKREUZES. Die hat sich immer schon mit dem WOHER, WOHIN und WARUM auseinandergesetzt.
Frontispiz GEHEIME FIGUREN DER ROSENKEUZER, Altona 1785. Privatbesitz
Und ist auch der heiklen Frage nicht ausgewichen, was eigentlich nach dem Tod mit dem Menschen passiert. Dabei taucht gleich am Anfang das Problem auf, dass es ganz unterschiedliche Vorstellungen davon gibt, was ein MENSCH eigentlich ist. Der dritte und abschließende Teil des Artikels „Was ändert sich?“ bringt die Thesen des Lectorium Rosicrucianum zum Ausdruck. Ob und in wie weit die im Artikel reflektierten WEISHEITSLEHREN den Einzelnen IN DER FORM ansprechen, muss jeder in der stillen Kontemplation mit seinem SELBST ergründen. (Redaktion)
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Weiter lesen... 17. April 2008
Was wie ein Zen-Kōan klingt, ist eine Maxime des Philosophen, Kirchenpolitikers und Theologen Nikolaus von Kues (1401 - 1464). Das ZDF hat dem Kardinal Cusanus, so dessen Kirchenname, eine Dokumentation gewidmet, die von Martina Schönfeld und Klaus Medrow stilsicher in Töne und Bilder umgesetzt wurde.
Wohin ich auch gehe, DEINE Augen sind stets über mir. Grafik: ZDF.de-ZDFdokukanal
Cusanus zählt zu den wenigen Kirchenmännern der Geschichte, die Religion vor allem als Ideal betrachteten und es als solches umzusetzen suchten. Konkret bedeutete das eine keusche Lebensführung, strikte Einhaltung der Gebote, häufiges Fasten und ein Streben nach Erkenntnis. Doch im späten Mittelalter war die Kirche längst zu einem machtpolitischen Apparat geworden - IN und VON der Welt. Idealisten wie Cusanus wurden verspottet, angefeindet oder gar verfolgt.
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Weiter lesen... 13. April 2008
Ist das menschliche Bewusstsein lediglich die Folge neuronaler Prozesse, oder mit anderen Worten, eine Art Abfallprodukt im Gehirn ablaufender chemischer Prozesse? Wenn dem so wäre, würde sich der vulgäre Spruch, Bewusstsein sei eine Ausschwitzung des Gehirns, als wahr erweisen. Die alten Weisheitslehren hingegen sehen es genau anders herum.
Dass Sterben Übergang und Transformation ist, zeigt besonders das Pflanzenreich eindrucksvoll. Bild: Christina Graf
Das universelle Bewusstsein ist demnach ein Aspekt eines allgegenwärtigen DENKPRINZIPS – auch Universal Mind genannt. Demnach ist das ganze Universum von Bewusstsein erfüllt. Hingegen im Menschen - und nur im Menschen - kann es zu SELBSTBEWUSSTEM SEIN werden. Daher der Spruch MENSCH ERKENNE DICH SELBST, was auf den grundsätzlichen Unterschied zwischen Mensch einerseits und Tier, Pflanze, Mineral andererseits hinweist. Der zweite Teil des Artikels „Was ändert sich?“ der Zeitschrift PENTA- GRAMM, Ausgabe Januar/Februar 2008, bietet eine These, was beim Sterben des Menschen mit dessen Bewusstsein passiert, die wesentlich auf den alten Weisheitslehren basiert. (Redaktion)
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Weiter lesen... 1. April 2008
Als das Deutsche Fernsehen zur besten Sendezeit den kabarettistischen Jahresrückblick 2007 von Dieter Nuhr ausstrahlte, blieb dem anwesenden Publikum einmal kurz das Lachen im Halse stecken. Nuhr berichtete zunächst davon, dass Papst Benedikt XVI. letztes Jahr die Vorhölle für Kinder mit päpstlichem Erlass abgeschafft hätte.
Höllenansicht von Coppo di Marcovaldo, 1225/30. (Foto: Public Domain)
DAS STIMMT WIRKLICH, musste Nuhr nachsetzen, weil die Leute ungläubig stutzten und die Sache für einen schlechten Scherz zu halten schienen. Doch dann kam sinngemäß das, was endgültig alles Lachen auf den Gesichtern gefrieren ließ…
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Weiter lesen... 30. März 2008
W. Q. Judge (Foto: Public Domain)
Dass W. Q. Judge (1851 – 1896) ein Mystiker war, den man gut und gerne einen SEHENDEN und WISSENDEN nennen kann, ist kaum bekannt. Ebenso wenig sein Œuvre, das aus einigen wenigen Büchern und einer umfangreichen redaktionellen Tätigkeit als Herausgeber u. a. des Magazins THE PATH besteht. Am 21. März 1896 hat Judge viel zu früh die materielle Ebene verlassen. Seine Texte lesen sich auch heute noch als liebevolle Handreichung des Lehrers für Rat suchende Schüler. Und sie sind unverändert brandaktuell. Die Texte von Judge beschäftigen sich zumeist mit konkreten Aspekten der Transfiguration. Seine Bücher Letters That Have Helped Me
und The Ocean of Theosophy
sind esoterische Klassiker. Ersteres – ein Briefwechsel mit Schülern – ist ein Kompendium zum Umgang mit Fallstricken auf dem Pfad. Letzteres ist eine gut leserliche Zusammenfassung der oft und gern verdrehten Lehren von H. P. Blavatsky und der sie inspirierenden Mahatmas.
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Weiter lesen... 21. März 2008