Im Alltag an ununterbrochene Betriebsamkeit gewöhnt, neigt auch der Sucher auf dem Pfad zu der Vorstellung, er müsse IRGENDETWAS tun, um auf seinem Weg Fortschritte zu machen. Welche Übung oder Technik ist empfehlenswert? Taiji – raten zum Beispiel Anhänger des Tao. Yoga – empfehlen dagegen diejenigen, die der Hindu-Tradition folgen.
Ein guter Taiji-Lehrer muss vor allem Meister des Taiji sein. Bild: Ko-Sen
Welche Übungstechnik man auch wählt – KEINE Übung hat aus sich selbst heraus transformierende Wirkung. Allein die Einstellung zum Üben entscheidet, ob daraus Ego-Pflege oder Ego-Transformation wird.
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Weiter lesen... 13. Juli 2008
Schöne rote Schuhe. Foto: privat
NEIN, NEIN - BITTE NICHT MISSVERSTEHEN! Gemeint ist der Ersatz des bisherigen Pallium durch ein schickes Neues. Das Neue ist zugleich etwas ganz Altes, auf eine Kleiderordnung aus dem neunten Jahrhundert Zurückgehendes. Back to the roots, sozusagen. Daher gab es im April oben drauf als neue Kopf- bedeckung eine weiße Oster-Mozzetta. Die Headline könnte also auch lauten: Des Papstes neue Kleider.
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Weiter lesen... 4. Juli 2008
Schulkinder können sich kaum noch auf EINE Sache konzentrieren. Kaum beginnen sie etwas, sind sie schon beim Nächsten. Die Sinne werden von früh bis spät mit einem Ozean an Eindrücken geflutet. Ständig flackern irgendwo bewegte Bilder. Das Mind hat keine Zeit und Gelegenheit, sich auf ETWAS auszurichten. Und verliert damit die „angeborene“ Fähigkeit zur EINSPITZIGKEIT.
Wer zur Sonne will, muss den Strahlen folgen - zurück in Richtung ihres Ursprungs. Bild: Ko-sen
Wie Websites Cookies in einem PC-Browser platzieren, um schneller angezeigt zu werden, setzen die Heerscharen äußerer Eindrücke kleine Angelhaken in unser Mind fest, um anschließend fordernd daran zu ziehen. Die fordernde Vielheit zerreißt somit förmlich das menschliche Denkvermögen. Das menschliche Ego wähnt sich wichtig und cool, wenn es sich mit Tastaturen und Bildschirmen umgibt. Doch in Wirklichkeit sägt es am Ast auf dem es sitzt. Die Verbindung zu seinem spirituellen Wurzeln, dem immateriellen „Baum des Lebens,“ droht abzubrechen. Da hilft nur Eines: rette sich wer kann.
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Weiter lesen... 15. Juni 2008
Vom Aufwachen am Morgen bis zum Einschlafen nachts ist das Sein wie eine Art Dauerfilmvorführung. Man hat sich daran gewöhnt. Und wenn die Leinwand gerade einmal weiß ist, eine Pause entsteht, wie wenn jemand eine neue DVD nachladen muss, dann empfinden wir das als störend. Und flugs wird das Radio angeschaltet oder man nutzt das „Loch,“ um etwa jemanden anzurufen und ihn zu fragen, wie es ihm geht. Dieser für das Informationszeitalter typische Lebensstil signalisiert Freiheit, Vitalität, Aktivität, Leben. In Begriffen spiritueller Alchemie ist es jedoch das Gegenteil: Bindung, Zwanghaftigkeit, Abhängigkeit, Tod. Demnach führen wir ein Leben wie im Spiegel. Alles ist genau verkehrt herum. Und niemand bemerkt es.
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Weiter lesen... 8. Juni 2008
Dass sich ein Körper so wenig „ewig“ benutzen lässt, wie man ein Auto nicht ewig fahren kann, ist allgemein anerkannt. Menschliche Körper und Autos sind früher oder später zerschlissen, selbst bei bester Pflege und bei Einhaltung aller Werkstatttermine.
Ketten lassen sich nur mit Mühe ablegen. Bild: Ko-Sen
Geht es hingegen um die Frage des „Fahrzeughalters,“ gehen die Meinungen auseinander…
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Weiter lesen... 29. Mai 2008
Nun schon zum zweiten Mal
binnen weniger Wochen hat sich eine eigentlich für guten Journalismus, gründliche Recherchen und liberale Geisteshaltung renommierte Tageszeitung in Sachen Esoterik einer Rassismus-Phobie hingegeben.
Gebetsfahnen auf dem tibetischen Hochland. Bild: © Regina Hacke
Platter kann man sich dem Mythos Tibet kaum nähern, wie es sich Andrian Kreye, Feuilletonchef der Süddeutschen Zeitung, letzten Freitag geleistet hat. In Anlehnung an die bekannte deftige Milchwerbung mutet sein langer Beitrag, DIE EWIGE SUCHE NACH SHANGRI-LA, an wie, „Alles rassistisch, oder was.“
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Weiter lesen... 17. Mai 2008
Etwas sehnsüchtig erwarten - ermüdet, früher oder später. Doch nicht nur das: Jeder wärmere und schnellere Herzschlag nützt so viel Leben ab. Wer ZU WISSEN strebt, darf Leidenschaften und Gemütsbewegungen nicht nachgeben, denn sie zehren den irdischen Körper aus mit ihrer geheimen Kraft, und wer sein Ziel erreichen will – muss kalt sein. (*)
Dieser Hinweis stammt aus einem der wichtigsten an A. P. Sinnett gerichteten Mahatma-Briefe. Der Meister K. H. geht darin detailliert auf die erforderlichen Bedingungen ein, wie WAHRES WISSEN erworben werden kann; und was zugleich in IHRE mentale und geistige Nähe führt.
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Weiter lesen... 13. Mai 2008
Bodhisattva sein ist vor allem eine Lebenshaltung. Wie das Kind, das sich von früh an vornimmt, Flugkapitän zu werden, später als Jugendlicher alle Bücher über das Fliegen verschlingt, schließlich versucht, sich über Berufsausbildung und Studium dem TRAUMBERUF zu nähern. Vielleicht Rückschläge hinnehmen muss. Dann, früher oder später, es geschafft hat und Flugkapitän wird.
Bodhisattva-Ideal: Wolken in den Garten holen? Bild: Ko-Sen
Was genau ist ein Bodhisattva? Die ungefähre Definition klingt recht abgehoben: Eine Seele, die gelobt, auf die „ewige Seeligkeit“ von Nirvana und Erleuchtung zu verzichten, die sich stattdessen freiwillig inkarniert, um im Einklang mit dem Karma-Gesetz den fühlenden Wesen zu helfen, die noch hoffungs- und ahnungslos, an das Rad der Wiedergeburt gekettet sind. Uff… Was heißt HELFEN? Und wer ist schon NICHT ans Rad der Wiedergeburt gekettet?
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Weiter lesen... 4. Mai 2008
Was wie ein Zen-Kōan klingt, ist eine Maxime des Philosophen, Kirchenpolitikers und Theologen Nikolaus von Kues (1401 - 1464). Das ZDF hat dem Kardinal Cusanus, so dessen Kirchenname, eine Dokumentation gewidmet, die von Martina Schönfeld und Klaus Medrow stilsicher in Töne und Bilder umgesetzt wurde.
Wohin ich auch gehe, DEINE Augen sind stets über mir. Grafik: ZDF.de-ZDFdokukanal
Cusanus zählt zu den wenigen Kirchenmännern der Geschichte, die Religion vor allem als Ideal betrachteten und es als solches umzusetzen suchten. Konkret bedeutete das eine keusche Lebensführung, strikte Einhaltung der Gebote, häufiges Fasten und ein Streben nach Erkenntnis. Doch im späten Mittelalter war die Kirche längst zu einem machtpolitischen Apparat geworden - IN und VON der Welt. Idealisten wie Cusanus wurden verspottet, angefeindet oder gar verfolgt.
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Weiter lesen... 13. April 2008
Bei einem seiner Besuche im Tibetischen Zentrum Hamburg warnte der Dalai Lama in den 1990er Jahren die deutschen Mönche und Nonnen, die kahl geschoren und schulterfrei im safranfarbenen Gewand seiner harrten, dass man sich nicht zu sehr auf die äußere Form des Buddhismus konzentrieren solle.
Im Westen ist der Buddhismus hipp wie ein Marken-Turnschuh geworden - zu Lasten seiner reformatorischen Kraft. Bild: Ko-Sen
Sinngemäß sagte er, dass es nicht so sehr auf Kutte oder Glatze ankommt, sondern auf die Geisteshaltung, die jemand hat. So könne auch das Scheren der Haare oder das Tragen einer traditionellen in Asien üblichen Kleidung nicht vor Anhaftung, Egoismus und anderen schlechten Eigenschaften schützen. Im Gegenteil. Daraus könnten neue Anhaftungen entstehen.
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Weiter lesen... 5. April 2008