Jul 25 2008

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Einsiedler in China - Tradition des Rückzugs hat überlebt

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Wer sich wenige Wochen vor Eröffnung der Olympiade in China für einen authentischen Einblick in das geistige Innenleben der Chinesen interessiert, dem sei das Buch DIE BERGE HÜTEN DAS GEHEIMNIS von Bill Porter und Steven R. Johnson (Road to Heaven. Encounters with Chinese Hermits) empfohlen.

Copyrights 2008 Ko-SenDie Welt des roten Staubes - in der chinesischen Tradition Sammelbegriff für die Genüsse und Leiden des materiellen Lebens. Bild: Ko-Sen

Da ist zum Beispiel die buddhistische Nonne in den Bergen nahe Xian. Eines Tages kommt ihre Schwester aus der Stadt. Gerade in Rente gegangen, will sie sich nach einem arbeitsreichen Leben endlich dem Buddha-Dharma zuwenden. Oder der fast hundertjährige Eremit, der den ausländischen Besucher kichernd fragt, wer denn nur „der große Vorsitzende“ sei, von dem er dauernd reden würde. Die Bewohner des Dorfes am Fuße des Berges hatten „ihren“ Weisen jahrzehntelang vor den roten Garden geschützt und versorgt. Weiterlesen »

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Jun 08 2008

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Leben wie im Spiegel - das Spiegelbild für die Wirklichkeit halten

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Copyrights 2008 Ko-Sen

Vom Aufwachen am Morgen bis zum Einschlafen nachts ist das Sein wie eine Art Dauerfilmvorführung. Man hat sich daran gewöhnt. Und wenn die Leinwand gerade einmal weiß ist, eine Pause entsteht, wie wenn jemand eine neue DVD nachladen muss, dann empfinden wir das als störend. Und flugs wird das Radio angeschaltet oder man nutzt das „Loch,“ um etwa jemanden anzurufen und ihn zu fragen, wie es ihm geht. Dieser für das Informationszeitalter typische Lebensstil signalisiert Freiheit, Vitalität, Aktivität, Leben. In Begriffen spiritueller Alchemie ist es jedoch das Gegenteil: Bindung, Zwanghaftigkeit, Abhängigkeit, Tod. Demnach führen wir ein Leben wie im Spiegel. Alles ist genau verkehrt herum. Und niemand bemerkt es. Weiterlesen »

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Mai 17 2008

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Mythos Tibet: Alles rassistisch oder was!

Nun schon zum zweiten Mal links_yellow.gif binnen weniger Wochen hat sich eine eigentlich für guten Journalismus, gründliche Recherchen und liberale Geisteshaltung renommierte Tageszeitung in Sachen Esoterik einer Rassismus-Phobie hingegeben.

xl_gebetsfahnen.jpgGebetsfahnen auf dem tibetischen Hochland. Bild: © Regina Hacke

Platter kann man sich dem Mythos Tibet kaum nähern, wie es sich Andrian Kreye, Feuilletonchef der Süddeutschen Zeitung, letzten Freitag geleistet hat. In Anlehnung an die bekannte deftige Milchwerbung mutet sein langer Beitrag, DIE EWIGE SUCHE NACH SHANGRI-LA, an wie, „Alles rassistisch, oder was.“ Weiterlesen »

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Mrz 23 2008

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Der Tibet-Konflikt und das Prinzip Teile und Herrsche

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Kein aufgeklärter Deutscher käme heute auf die Idee, etwa das im Zuge des Zweiten Weltkriegs verlorene Königsberg zurück haben zu wollen. Für die noch lebenden Königsberger mag die nach dem Prinzip Teile und Herrsche beschlossene Grenzziehung eine schmerzliche Wunde bleiben. Für die politische Realität des XXI. Jahrhunderts ist und bleibt Königsberg ein irreversibles historisches Relikt. Ähnliches gilt für das Sudetenland oder ehemalige deutsche Gebiete in Polen.

xl_monks.jpgLamas at the Rumtek monastery in Sikkim. Bild: Creative Commons/Amar, May 2005

Merkwürdig nur, dass viele dieser aufgeklärten Menschen, wenn es um den Tibet-Konflikt in China geht, plötzlich für rechtmäßig halten, was sie im Falle ehemaliger Ostgebiete und der Vertriebenen zu Recht als reaktionär und revanchistisch verurteilen. Weiterlesen »

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Mrz 15 2008

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Thema verfehlt: Zeitung verwechselt After-Esoterik mit Esoterik

teaser_rafael.jpgEsoterik pur: Detail mit Pythagoras
der SCHULE DER ATHENER
von Raffaello Sanzio, 1509.

Image: Public domain

Die Süddeutsche Zeitung hat am Wochenende auf der ansonsten für guten Journalismus berühmten SEITE DREI einen besonderen Klischee- Eintopf angerührt und aufgekocht. Der Journalist Birk Meinhardt besuchte dazu nach eigenen Angaben eine Esoterik- messe, bewegte viele Mails und hat in mindestens zwei Gasthöfen Stammtisch- Ergüsse mitgeschrieben. Das reichte ihm, um sich selbst zu bestätigen, was er offenbar schon erwartet hatte: Esoterik ist dubios und neigt zu rechtsradikalem Gedankengut. Vielleicht sollte Meinhardt (noch) einmal das gerade erschienene Buch über die Erfolgsgeschichte der SEITE DREI lesen. Dann hätte er vielleicht dem erhabenen Format und dem Leser seinen unsachlichen und lausig recherchierten Schreibversuch erspart. Dennoch reflektiert der Bericht Phänomene, die für den Sucher beachtenswert sind. Weiterlesen »

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Feb 06 2008

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Afghanistan - Kampfeinsatz beeinflusst kollektives Karma

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Nun drehen nicht mehr nur deutsche Kampfflugzeuge über blühende Mohnfelder Afghanistans ihre Runden. Jetzt kommt auch noch eine kämpfende Eingreiftruppe hinzu. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass es zu Kämpfen kommt, was immer auch Töten bedeutet.

Karma Wellen Copyright 2008 Ko-SenKarmische Wellen kehren immer zurück, früher oder später. Bild: Ko-Sen

Deutschland gerät damit noch stärker in den Fokus islamischer Fundamentalisten. Weiterlesen »

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Dez 20 2007

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Buddhismus - Gebet ist Danksagung und Verehrung

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teaser_beten.jpgMichael Maier, aus „Symbola
aureae mensae“, 1617

(Reprint, privat)

In Berichten über den Buddhismus oder Taoismus Asiens ist regelmäßig von „betenden Mönchen“ die Rede. Stillschweigend wird damit suggeriert, dass im Buddhismus und Taoismus ein Ritual praktiziert wird, das dem im Christentum üblichen BETEN entspricht. Doch das ist schlicht irreführend und FALSCH.

Zunächst ist zu klären: Was ist ein Gebet? Üblicherweise eine Art BITTEN oder gar FLEHEN. Adressat ist meistens der anthropomorphe Gott. Gegenstand ist in der Regel ein Wunsch um eine Vergünstigung der betenden Persönlichkeit. Der Wunsch bezieht sich einmal auf das eigene Wohlergehen oder das einer Gruppe, der der Betende angehört oder die aus irgendeinem Grund dessen PERSÖNLICHES Wohlwollen besitzt. Wenn der Betende Wirkungen seines Betens zu erkennen meint, wähnt er sich von GOTT erhört. Weiterlesen »

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