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Buddhismus

Beten auf Buddhistisch: „Tischgebet“

Buddhistische Tisch-Invokation aus dem Avatamsaka-Sutra

Beten kommt von BITTEN. In monotheistischen Religionen, wie dem Christentum und Islam, ist Beten, Bitten und Fürbitten zen­trale Glaubenspraxis. Das alltägliche Beten hat einen sehr persönlichen Charakter. Man wünscht sich meist etwas Persönliches von (s)einem persönlichen Gott. Im Buddhismus ist „Beten“ völlig unpersönlich und eher eine Art allgemeine Invokation, bestehend aus Danksagung, Respektsäußerung und allgemeinem Segenswunsch.

Persönlicher Wunsch am Weihnachtswunschbaum in einer nordhessischen Kleinstadt. (*)

Natürlich haben auch Buddhisten gelegentlich persönliche Wünsche von denen sie die Buddhas insgeheim gebetsartig in Kenntnis setzen. Doch sie wissen dabei sehr genau, dass das eigentlich eine Form von Anhaf­tung ist. Aber bekanntlich sieht man im Buddhismus „kleine Schwächen“ nicht zu eng, denn enges Auslegen von Vorschriften ist schließlich selbst eine Anhaftung. Ein sehr erhabenes die Nahrung spirituell magnetisie­rendes Tischgebet zu den Mahlzeiten findet sich im Avatamsaka-Sutra. (weiterlesen …)

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TV-Tipp: Auf den Spuren von Marco Polo

Glaubt man der Überlieferung, dass der venezianische Händler Marco Polo (ca. 1254 – 1324) über die Seidenstraße von Norditalien bis in das alte China der Yuan-Dynastie (1206–1368) gereist ist, dann ist sein legendärer Reisebericht auch das erste Zeugnis östlicher Weisheitslehren im westlichen Kulturkreis.

Marco Polo in China Abb. Buch Il milione, 1298–1299, gemeinfrei)

Der britische Profi-Traveller, Bradley Mayhew, ist jetzt der mutmaßlichen Route Marco Polos gefolgt. In der fünfteiligen TV-Serie „Länder, Menschen, Abenteuer“ kann man die Abenteuer miterleben, die Mayhew dabei zu bestehen hatte. (weiterlesen …)

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Der Buddhismus-Bluff: Eine Begriffsklärung

Buddhismus geht immer. Wenn dann noch kombiniert mit Pseudo-Kampfkunst und man kann als „Anbieter“ bald mit einem TV-Team rechnen. Und mit einem „Spezial“ im Fernsehen. Bei den – vor allem jungen – nach Gemeinschaft und Selbstüberwindung hungernden Menschen, kommen entsprechende Verheißungen gut an. Dumm nur, dass Begriffe wie BUDDHISMUS, KAMPFKUNST und SHAOLIN, aber auch ZEN, MEISTER oder ABT nicht geschützt sind.

Der lehrende Buddha Shakyamuni (China, 12. Jahrhundert).
Foto: gemeinfrei

Jeder Scharlatan und clevere Selbstdarsteller kann sich des Buddhismus-Bluffs ungestraft bedienen. Und damit sind nicht nur bizarre „Shaolin-Klöster“ gemeint, sondern auch Management-Trainer oder hauptberuf­liche „Philosophen“, die mit Buddhismus-Versatzstücken zahlende Sucher anlocken. Bevor man Geld, Energie und Unabhängigkeit einem „Abt“ oder „Meister“ opfert, kann es hilfreich sein, sich zu verdeutlichen, was Buddhismus eigentlich ist. Nachfolgend eine Begriffsklärung. (weiterlesen …)

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Theosophie: Weisheitslehre oder Mummenschanz?

Einen eigenen redaktionellen Schwerpunkt hat neulich eine große deutsche Tageszeitung dem Phänomen Anthroposophie gewidmet1. Dabei fanden auch die eigentlichen Wurzeln der anthropo­so­phischen Bewegung eine angemessene Würdigung. Anthroposophie ist Rudolf Steiner. Die Wurzel von Steiners Thesen jedoch sind die uralten und zeitlosen Weisheitslehren, die im letzten Viertel des 19. Jahrhun­derts durch Helena Petrovna Blavatsky, William Quan Judge und Henry Steel Olcott einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurden.

Motto der Theosophie des 19. Jh.: Es gibt keine höher stehende Religion als die Wahrheit.

Nach dem Weggang von Blavatsky (1891) und Judge (1896) versank die Theosophie jener Zeit „bald in einem argen Mummenschanz2.“ Jenen Mummenschanz haben selbst ernannte Nachfolger von Blavatsky und Judge zu verantworten. Bis heute fehlt eine selbstkritische Aufarbeitung dieser Fehlentwicklung durch jene Gruppen, die sich unverändert auf jene „Nachfolger“ berufen. (weiterlesen …)

  1. Süddeutsche Zeitung, Samstag, 26. Februar 2011
  2. Ebenda; Thomas Steinfeld: DAS BUNTE GENIE

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