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Blavatsky

Wahn eines selbsternannten Okkultisten und begnadeten Malers

Ein spannender Biografie- und Historienkrimi zu Nikolai Roerich

Nikolai Roerich (1874-1947). Abb.:
Einband des besprochenen Buches

Was ist ein Okkultist? „Eine Biografie erschließt den Maler und Okkultisten Nikolai Roerich…1“ – so die Headline einer großen Zeitung zu ihrer Re­zen­sion eines Werkes, das eher ein Biografie- und Historienkrimi ist. Bezüg­lich Roerichs Okkultis­mus-Neigung beweist das Buch von Ernst von Waldenfels eher das Gegenteil. Der russische Maler Nikolai Roerich wäre gern einer gewesen. In Wirklich­keit war er das trau­rige Opfer des „Familienorakels Morya“, eines astralen Dämonen, der sich jahr­zehntelang über die mutmaßlich lädierte Psyche seiner Frau Helena vermittels Rücken von Tischen, Visionen und automa­tischem Schreibens manifestierte. Ein Wahn, dem neben Roerich noch zahlreiche andere Menschen erlagen und bis heute erliegen. (weiterlesen …)

  1. Süddeutsche Zeitung, 17. Januar 2012

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Was, wenn Tilla plötzlich vor Dir steht?

Tilla, ein kleines Mädchen, ist dazu ausersehen, Menschen zu retten. Tilla wurde in eine Zeit hineingeboren, in der die Welt ringsum zugrund geht. Nur mit Mühe kann eine kleine Schicht Wohlhabender in einer Trutzburg hoch im Gebirge die marodierenden Massen verzweifelter Menschen auf Distanz halten. Die Erwachsenen sehen ein hoch begabtes Kind in Tilla. Doch Tilla ist eine Sehende und Wissende, geboren – wiedergeboren – um ein vor Urzeiten abgelegtes Gelübde zu erfüllen.

Porzellanfigur von Guanyin1 aus der Ming-Dynastie (Ausschnitt). Foto: Chaozhong He, photoed by Mountain at Shanghai Museum, © GNU Free Documentation License

Buddhisten nennen es „Bodhisattva-Gelübde“. Doch lange vor Buddha Shakyamuni, seit ewigen Zeiten, gab es das Gelübde, immer wieder zurückzukehren, um den in sinnlicher Wahrnehmung und materiellen Formen gefangenen Menschen einen spirituellen Impuls zu bringen. Tilla ist die Heldin im als SF gedachten Roman „Märchenland Gondwana“ der großen Mystikerin der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Mária Szepes. Tilla ist also nur eine Romanfigur. Doch was, wenn sie plötzlich vor Dir steht? Wirst du sie erkennen? (weiterlesen …)

  1. Einzig bekannter WEIBLICHER Bodhisattva; Guanyin gilt als Bodhisattva des Mitgefühls.

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“Theosophical Society 2.0″ as renewing reform momentum

By Heinz Knotek (); article translated into English by Christina Graf

The TG – struck by opposites.
Illustration: SPLENDOR SOLIS1

For more than 120 years the agony of the “Theo­sophical Society” (TG) now last already. Fragmented into dozens of groups and subgroups the members of each individual club stick to their self-declared “successor-leaders” with rock-hard defiance.

They once made war to the death in the name of “Mahatmas” initi­ally for the spiritual and scientific heritage of HP Blavatsky and WQ Judge, then sunk their snaffled shares in the spiritual swamp or smothered them with intellectual drought. The visibility of what is now known under the name “Theo­sophical Society” is therefore right to virtually zero. (weiterlesen …)

  1. SPLENDOR SOLIS: an alchemical treatise attributed to the 16th-century alchemist Salomon Trismosin

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„Theosophische Gesellschaft 2.0“ als erneuernder Reformimpuls

Gut 120 Jahre hält die Agonie der „Theosophischen Gesell­schaft“ nun schon an. Zersplittert in dutzende Gruppen und Grüppchen kleben die Mitglieder der einzelnen Vereine mit steinharter Trotzigkeit an ihre zweitklassigen „Führer“, die sich einst im Namen der „Mahatmas“ erst um das spirituell-wissenschaftliche Erbe von H. P. Blavatsky und W. Q. Judge bis aufs Blut bekriegt, dann ihre ergatterten Anteile unter den Nagel gerissen und anschließend im spiritistischen Sumpf versenkt oder mit intellektueller Trockenheit erstickt haben. Die Öffentlichkeitswirksamkeit dessen, was heute unter „Theosophischer Gesellschaft“ firmiert ist daher zu Recht nahezu gleich null.

Theosophische Gesellschaft heute: holpriger Pfad im Unterholz. (*)

Dabei sind die Reformansätze für Religion und Wissenschaft, wie sie die 1875 von H. P. Blavatsky, H. S. Olcott und W. Q. Judge in New York gegründete „Theosophical Society“ propagierte, aktueller und nötiger denn je. Weder Religion noch Wissenschaft haben überzeugende und greifbare Konzepte für die Zukunft der Menschheit. Der erneuernde Reformimpuls einer „Theosophischen Gesellschaft 2.0“ wäre also ein Licht im dunklen Tunnel der uns in diese Zukunft führt. (weiterlesen …)

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