Mai 25th, 2009
by redaktion.
Einmal von der Vorstellung angesteckt, dass die vielen Geschichten über Unsterblichkeit nicht nur suggestive Allegorien, sondern konkrete Realität sind oder sein können, will der Sucher möglichst schnell selbst „seine“ Unsterblichkeit in Angriff nehmen. Doch bald ahnt er, dass „Unsterblichkeit“ nicht nur nicht für sein Ego gilt und auch nicht auf die Schnelle zu erreichen ist.
Seltsamen Hindernissen und Schranken sieht sich plötzlich gegenüber, wer den PFAD betritt. (*)
Kaum fängt er an, sein Leben versuchsweise nach bestimmten ethischen Grundsätzen auszurichten, tauchen außerdem plötzlich merkwürdige Hindernisse und Schranken auf. Noch schlimmer wird es, wenn etwa erstes Meditieren angenehme Auswirkungen im Alltag nach sich zog, dann aber sich das gewonnene innere Gleichgewicht als Anfängereffekt entpuppt – und einer nie gekannten inneren Unruhe weicht. Statt erhoffter Freiheit von den Zwängen materieller Existenz, gibt es zusätzliche Plackerei.
Mai 21st, 2009
by redaktion.
Erläuterung zum ersten Kapitel der Trinosophie
Was bedeutet La Très Sainte Trinosophie? Nach Maria Szepes handelt es sich dabei um das philosophische und spirituelle Vermächtnis des Grafen von Saint Germain
– des historischen wohl gemerkt. Erläuterungen zu religiösen Texten sind riskant, da stets das Abdriften in ein Vorgaukeln, man wäre irgendwie „wissend,“ besteht. Oder auch das Schwelgen in missionarischem Eifer.
Selbst eine glückliche Inkarnation ist für die Seele einer Gefangenschaft in einer finsteren Höhle gleich. (Bild: Kô-Sen)
Der „Erläuterer“ muss sich dem Text nähern, als ob er eine Szene auf der anderen Seite einer stark befahrenen Straße beschreiben würde. Konzentriert, doch stets weitgehend distanziert. Das erste Kapitel ist ein Brief aus dem Gefängnis.
Mai 14th, 2009
by redaktion.
Atheisten machen mobil. Anzeigenflächen auf Bussen werben für ein Leben ohne religiöse Gängelung. Die öffentliche Polemik richtet sich selbstbewusst gegen jede Form von religiös motivierter Unterdrückung des freien Willens des Menschen – allerdings indem sie das PRINZIP RELIGION generell in Frage stellt.
Graffiti an der Fassade eines katholischen Gemeindehauses.
Bild: Kô-Sen
Überall auf der Welt gerieren sich vor allem die Vertreter derjenigen Religionen, die einem anthropomorphen Gott huldigen, machtbesessen, intolerant und aggressiv missionarisch. Das Versprechen von Erlösung vermag immer weniger zu überzeugen. Übrig bleiben eingefahrene Gleise leerer Rituale – im harmlosen Fall. Im Worst Case mutieren Religionen zu etwas Bedrohlichem.
Mai 8th, 2009
by redaktion.
Frühling ist Sinneslust pur. Zumal wenn er so sommerlich warm ist, wie noch nie. Endlich ohne dicke Jacken ins Freie gehen können. Überall pralle Knospen. Und Miniröcke erfreuen den Mann im Menschen.
Frühling – kosmisches Symbol für ANFANG. (*)
Nach den Weisheitslehren[1. Eine der großen Vermittlerinnen der Weisheitslehren, H. P. Blavatsky, hat heute vor 118 Jahren die materielle Ebene verlassen.] ist das alles – erstens – Mara, also Täuschung und – zweitens – ein Symbol. Aber Symbol wofür?