Okt 19 2008
Der Tod - ein Paradoxon, wie das Ende von Jörg Haider zeigt
Gott Shiva, der Zerstörer.
Bild: Ko-Sen
Der Unfalltod des österreich- ischen Politikers Jörg Haider macht betroffen, ähnlich wie der zehn Jahre zurück liegende tödliche Unfall des österreichischen Popstars FALCO. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Haider als Politiker befürwortet oder abgelehnt oder seinerzeit Falcos Musik gemocht hat oder nicht.
Beide Männer waren höchst lebendig, aktiv, schnell, öffentlich präsent. Während bei Falco eine Schaffens- krise schwelte, die man als zum Unfall führend deuten kann, war Haider gerade am Vorabend eines erneuten politischen Aufstiegs auf Bundesebene. Die de facto Selbst- auslöschung passt da überhaupt nicht hin, wirkt absurd und unlogisch. Und doch MUSS es subtile Ursachen geben. Welche karmischen Kräfte könnten dahinter stehen?
Die Anhänger Haiders hätten es am liebsten gesehen, wenn ihr Idol einem Attentat erlegen wäre. Doch der Held ist banal an sich selbst verunglückt. Streng genommen ist er sehr wohl einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Trunkenheit am Steuer und mehr als das Doppelte der zulässigen Geschwindigkeit innerhalb eines Ortes ist juristisch gesehen eine echt strafbare Handlung und damit ein Verbrechen. Haider hat damit objektiv seine Aura als Volkstribun beschädigt. Der Erinnerung an den charismatischen Landeshauptmann stellt sich zukünftig das Image des besoffenen Verkehrsrowdies zur Seite. Auch wenn „sein kärntner Volk“ subjektiv diese Tatsache nicht wahrhaben will. Die Verklärung Haiders durch seine Anhänger hat der Schriftsteller Egyd Gstättner in dem Essay KÄRNTEN HEUTE
lesenswert ausgearbeitet.
Weisheitslehren: Tod ist nicht Auslöschung
In den Weisheitslehren wird der Tod als ein Phänomen dargestellt, das NICHT eine Auslöschung zum Nichts hin bedeutet. Demnach legt vielmehr die unsterbliche Seele „lediglich“ das Gewand der Persönlichkeit ab, um nach einer Phase der Ruhe und Assimilation erneut in das passende Gewand - einen irdischen Körper - zu schlüpfen. Das klingt tröstlich. Allerdings heißt es da auch - wenn das Alltags-Bewusstsein ausschließlich auf der horizontalen Ebene aktiv war, bedeutet der Tod sehr wohl Ende und Nacht für die selbst-bewusste Wahrnehmung.
FALCO: Out of the Dark (als ob er seinem nahen Tod diese Hymne gewidmet hätte)
Wenn der „ewige Pilger“ – also die Seele – nicht in der zurück liegenden Lebenszeit angesprochen und geweckt wurde, sie also die ganze Zeit schlafen gelassen wurde, wird sie auch jetzt schlafen. Der Seelenfunken wird mehr oder weniger unbewusst und reflexartig den mit ihm verbundenen astralen Energien folgen. Im Falle Haider ist bemerkenswert, dass annähernd zeitgleich zum Unfallgeschehen im LKH Klagenfurt ein Mädchen als Frühgeburt zur Welt gekommen ist. Nur Zufall?
In der GEHEIMLEHRE wird in einer Fußnote die ganze Bedeutung des Paradoxons Tod zusammengefasst:
To live as a plant, the seed must die. To live as a conscious entity in the Eternity, the passions and senses of man must first DIE before his body does. “To live is to die and to die is to live,” has been too little understood in the West. Siva, the destroyer, is the creator and the Saviour of Spiritual man, as he is the good gardener of nature. He weeds out the plants, human and cosmic, and kills the passions of the physical, to call to life the perceptions of the spiritual, man.
(Secret Doctrin, I, 459 fn.)
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| Zuletzt aktualisiert: 19.10.2008, 10:47 Uhr
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Wahr, es ist egal ob man den Politiker Haider gemocht haben mag oder nicht, seine politische Stellung befürwortet oder nicht. Haider ist Tod, bei einem Autounfall schwer verunglückt. Haider hat damit objektiv seine Aura als Volkstribun beschädigt, in dem er nach einer Feier trunken am Steuer mit überhöhter Geschwindigkeit durch einen Ort gesaust ist. Wenn man sich aber vorstellt, das Haider statt eines Betonpfeilers auch in ein kleines Familienauto hätte prallen und sämtliche Insassen töten können, macht mich sein Tod weniger betroffen, als wäre er bei einem Anschlag oder auf natürliche Weise ums leben gekommen. Seine rücksichtslose Lebensweise und die geringe Moral, die er anderen Menschen gegenüber offenbar gehabt haben muss, haben ihren Zoll gefordert. Man muss dies nicht karmische Gerechtigkeit nennen, wäre er allerdings ein verantwortungsvollerer Mensch gewesen, wäre er noch am Leben.
Als bald und mit brüderlichem Gruß,
Fra. SepherEen
@ SepherEen
Danke für die Hinweise zu Haider. Die “Betroffenheit” war nicht als eine persönliche Emotion bezüglich der betreffenden Person gedacht; sondern eher GENERELL bezogen auf den TOD. Der in diesem Fall durch den soeben noch höchst präsenten Politiker sich in das Bewusstsein gedrängt hatte. Da KAMRA als Naturgesetz per se “gerecht” ist, stellt sich zudem die Frage nach der Gerechtigkeit ohnehin nicht. Über das WARUM nachzudenken kann aber nützlich sein. Der Artikel und der Kommentar von SepherEen liefern dazu einige Impulse.